15 April 2026, 18:34

23-Millionen-Neubau für Ibbenbürener Hauptschule trotz sinkender Schülerzahlen geplant

Gruppe von Kindern in Schuluniformen vor einem Gebäude mit einer Wand und einem Rollladen im Hintergrund.

23-Millionen-Neubau für Ibbenbürener Hauptschule trotz sinkender Schülerzahlen geplant

Die Gemeinschafts-Hauptschule in Ibbenbüren erhält ein neues Gebäude für 23 Millionen Euro, das voraussichtlich bis 2030 fertiggestellt wird. Diese Entscheidung fällt trotz jahrelang sinkender Schülerzahlen – für das Schuljahr 2025/2026 sind bisher erst fünf Kinder angemeldet. Die meisten lokalen politischen Gruppen unterstützen das Projekt, auch wenn Bedenken hinsichtlich seiner langfristigen Tragfähigkeit bestehen.

Die Schule unterrichtet derzeit eine gemischte Schülerschaft, darunter Geflüchtete, Quereinsteiger und Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Ziel ist es, als "inklusive Lernschule" zu fungieren, doch aktuelle Qualitätsberichte wiesen Schwächen im Umgang mit Störungen sowie bei der individuellen Anpassung des Unterrichts an unterschiedliche Lernstände auf. Eltern fordern mehr gemeinsame Lernangebote und einen Weg, der langsameren Lernenden den Erwerb des Abiturs an derselben Schule ermöglicht.

Der Neubau entsteht nach der Zusammenlegung zweier bisheriger Teilstandorte. Obwohl Ibbenbüren bereits über zwei Gymnasien, eine Realschule und eine kapazitätsbegrenzte Gesamtschule verfügt, bevorzugen viele Eltern weiterhin Gymnasien wegen der vermeintlich besseren sozialen Aufstiegschancen. Diese Präferenz hat die Hauptschule mit niedrigen Anmeldezahlen zurückgelassen, auch wenn jährlich mit Nachmeldungen zu rechnen ist.

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Über den schulischen Auftrag hinaus ist die Einrichtung in lokale Gemeinschaftsprojekte eingebunden. Maria Frank, eine pensionierte Kunstlehrerin und Mitglied der Initiative AG Stolpersteine ERNA, unterrichtete zuvor an einer freien Schule in der Region. Ihr Engagement unterstreicht die weitergehende Rolle der Schule in der lokalen Bildungs- und Erinnerungsarbeit.

Die Fertigstellung der 23-Millionen-Euro-Anlage ist für 2030 geplant. Das Projekt geht mit breiter parteiübergreifender Unterstützung voran, während die Schule weiterhin mit Herausforderungen bei der Schülergewinnung kämpft. Der Fokus liegt derzeit darauf, in Ibbenbüren einen modernen Raum für inklusive Bildung zu schaffen.

Quelle