24 May 2026, 10:26

Abschiebeflug aus Düsseldorf: 50 Menschen in den Irak deportiert – darunter sieben Jesiden

Abschiebeflug nach Bagdad - NRW fordert Schutz für Yazidis

Abschiebeflug nach Bagdad - NRW fordert Schutz für Yazidis - Abschiebeflug aus Düsseldorf: 50 Menschen in den Irak deportiert – darunter sieben Jesiden

Abschiebeflug in den Irak: 50 Personen von Düsseldorf aus deportiert – darunter sieben Jesiden

Diese Woche startete vom Flughafen Düsseldorf ein Abschiebeflug in den Irak mit 50 Plätzen für abschiebepflichtige Personen. Unter den Deportierten befanden sich 41 Menschen aus Nordrhein-Westfalen (NRW), darunter 26 verurteilte Straftäter. Mit an Bord waren auch sieben jesidische Geflüchtete – trotz anhaltender Forderungen nach ihrem Schutz in Deutschland.

Der Sammelabschiebung lag die Priorität der NRW-Landesregierung zugrunde, gefährliche Straftäter und Vorbestrafte zurückzuführen. Von den 50 Plätzen wurden 41 von Abschiebefällen aus NRW belegt, vier kamen aus anderen Bundesländern und fünf aus weiteren EU-Staaten. Bereits im Juli war ein vergleichbarer Flug von Leipzig aus gestartet, im Februar einer von Hannover.

NRW hatte zuvor ein vorübergehendes Abschiebemora­torium für jesidische Frauen und Mädchen verhängt, das bis Juni 2024 gelten sollte. Nun fordert das Land die Bundesregierung auf, entweder ein dauerhaftes Abschiebeverbot für Jesid:innen zu erlassen oder sichere Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen. Der Deutsche Bundestag hatte die IS-Verbrechen an der jesidischen Gemeinschaft 2023 als Völkermord anerkannt – ein weiterer Grund für die Schutzforderungen.

Trotz dieser Schritte wurden bei der jüngsten Abschiebung sieben Jesid:innen in den Irak ausgeflogen. Die Maßnahme wirft erneut die Frage auf, wie sich strikte Rückkehrpolitik mit humanitären Belangen vulnerabler Gruppen vereinbaren lässt.

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Der Flug ist Teil der NRW-Initiative, als Sicherheitsrisiko eingestufte Personen konsequent abzuschieben. Mit 26 Straftätern unter den Deportierten betonten die Behörden den Fokus auf öffentliche Sicherheit. Die Abschiebung von Jesid:innen hingegen unterstreicht die anhaltende Debatte über ihren rechtlichen Status und Schutz in Deutschland.

Quelle