23 March 2026, 08:28

Anne-Frank-Gesamtschule stärkt Erinnerungskultur mit neuem Bildungsprojekt zum Holocaust

Ein Steinplakette mit eingraviertem Text, wahrscheinlich ein Holocaust-Mahnmal, angebracht an einer Steinwand mit Pflanzen an seiner Basis.

Anne-Frank-Gesamtschule stärkt Erinnerungskultur mit neuem Bildungsprojekt zum Holocaust

Die Anne-Frank-Gesamtschule in Dülken hat ihre Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung der Erinnerungskultur (1933–1945) in Viersen erneuert. Die auf drei Jahre angelegte Verlängerung soll die gemeinsame Bildungsarbeit zur Aufklärung über den Holocaust und die lokale Geschichte fortsetzen. Bereits jetzt laufen neue Projekte an, darunter Forschungsvorhaben und Gedenkinitiativen.

Eine der ersten Initiativen unter der erneuerten Partnerschaft leitet Lehrerin Corinne Flasshoff. Ihre Schülergruppe wird das Kreisarchiv besuchen, um historische Unterlagen zu sichten und wissenschaftliche Recherchemethoden zu erlernen. Ziel ist es, durch die direkte Auseinandersetzung mit Originalquellen ein tieferes Verständnis für die NS-Zeit zu vermitteln.

Julietta Breuer, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, betonte, dass Flasshoff mit ihrer Klasse zudem erneut das Holocaust-Mahnmal aufsuchen werde. Der Besuch solle die Bedeutung von Erinnerung und der Bewahrung des historischen Gedächtnisses vertiefen.

Unterdessen wirbt Schulleiterin Ilka Werner dafür, dass sich das Kollegium an der Aktion "Reinigung der Stolpersteine" beteiligt. Die Kampagne, die vor dem 9. November – dem Jahrestag der Reichspogromnacht – stattfindet, widmet sich der Pflege der Messing-Gedenktafeln, die in Viersens Gehwege eingelassen sind. Jeder Stolperstein erinnert an ein Opfer der NS-Verfolgung an dessen ehemaligem Wohnort.

Für Anfang 2027 ist die nächste Verlegung von Stolpersteinen in der Viersener Innenstadt geplant. Die neuen Steine werden das lokale Netz der Mahnmale weiter verdichten, auch wenn die genaue Anzahl noch nicht feststeht.

Die verlängerte Partnerschaft sichert die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein. In den kommenden drei Jahren werden Schülerinnen und Schüler an Forschungsprojekten, Gedenkstättenbesuchen und der Pflege der Stolpersteine mitwirken. Damit bleibt die Geschichte der NS-Zeit für die jüngeren Generationen in Viersen sichtbar und zugänglich.

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