14 June 2026, 14:20

Apothekerkammer stoppt Telemedizin-Station in Winterberger Apotheke kurz vor Eröffnung

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Apothekerkammer stoppt Telemedizin-Station in Winterberger Apotheke kurz vor Eröffnung

Die Apothekerkammer der Region hat die Aufstellung einer Telemedizin-Station in der Franziskus-Apotheke in Winterberg gestoppt. Die Entscheidung fiel nur einen Tag, bevor die Apotheke ihren Betrieb wieder aufnehmen wollte. Inhaber Jürgen Schäfer hatte 60.000 Euro in den Medivise-Terminal investiert, um ihn fest in den Apothekenalltag zu integrieren.

Schäfer hatte die Station erworben, um Abläufe wie die Ausstellung von Folge-Rezepten zu vereinfachen und unnötige Notaufnahme-Besuche zu reduzieren. Er ist überzeugt, dass das System den Bedürfnissen von Apotheken entspricht und alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt – darunter auch § 129 Absatz 5h des Sozialgesetzbuchs, der Telemedizin in Apotheken ausdrücklich erlaubt.

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Die Apothekerkammer sieht das anders. Sie argumentiert, die Station verstoße gegen rechtliche Bestimmungen und könnte zu unzulässigen Patientenzuweisungen führen. Eine schriftliche Begründung für das Verbot liegt jedoch trotz Schäfers Anfrage nicht vor. Medivise hingegen betont, es gebe keine rechtlichen Hürden, da der Terminal alle geltenden Standards erfülle.

Schäfer hat nun offiziellen Widerspruch eingelegt. Gemeinsam mit Medivise will er die Entscheidung anfechten. Parallel bereitet er die Übergabe der Apotheke an seine angestellte Apothekerin Jasmin Ennulath zum Jahresbeginn vor.

Im Mittelpunkt des Streits steht die Rechtmäßigkeit der Telemedizin-Station. Schäfers Widerspruch und die Unterstützung durch Medivise könnten zu einer Überprüfung des Kammer-Beschlusses führen. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die 60.000-Euro-Investition wie geplant umgesetzt werden kann.

Quelle