Aus Müllhalde wird Ökostrom: Solarpark auf stillgelegter Deponie in Ahaus geplant
Serpil MendeAus Müllhalde wird Ökostrom: Solarpark auf stillgelegter Deponie in Ahaus geplant
Auf einer ehemaligen Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht ein großes Solarpark-Projekt
Nach der Zustimmung des Kreises Borken wird auf einer stillgelegten Deponie in Ahaus-Alstätte ein großflächiger Solarpark gebaut. Das Vorhaben soll brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln und gleichzeitig die Kosten für die ansässige Bevölkerung senken. Für Planung und Umsetzung zeichnet die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG) verantwortlich.
Die Deponie in Ahaus-Alstätte wurde 2005 geschlossen und lag seitdem fast zwei Jahrzehnte lang brach. Ähnliche Projekte in Nordrhein-Westfalen – etwa in Marl, Gelsenkirchen und Herten – haben in den vergangenen Jahren alte Deponiestandorte für die Solarenergiegewinnung umgenutzt. Das Gelände, das dem Kreis Borken und der Stadt Ahaus gemeinsam gehört, eignet sich aufgrund fortlaufender Setzungsbewegungen des Bodens nicht für herkömmliche Bebauung.
Da klassische Bauvorhaben auf der Deponie langfristig schwierig umsetzbar sind, bietet der Solarpark eine praktikable Lösung. Zudem wird geprüft, ob der Standort für großtechnische Energiespeicher genutzt werden kann, um überschüssigen Windstrom zwischenspeichern zu können. Um Fördergelder des Landes zu erhalten, muss der Solarpark bis Mitte 2025 vollständig in Betrieb sein.
Neben der Erzeugung sauberer Energie könnte das Projekt auch die Unterhaltskosten der Deponie verringern. Gelingt dies, könnten sich die Gebühren für die Müllentsorgung der Haushalte in der Region reduzieren.
Der Solarpark verwandelt eine stillgelegte Deponie in eine Quelle für erneuerbare Energien. Wird er termingerecht fertiggestellt, sichert er nicht nur Fördermittel, sondern entlastet möglicherweise auch die Haushaltskassen der Anwohner. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland wird nun mit der detaillierten Planung und dem Bau beginnen.