Bergisch Gladbach packt Weihnachtsfreude für die Kriegsstadt Butscha
Bürgerinitiative in Bergisch Gladbach sammelt Weihnachts-Pakete für die ukrainische Kriegsstadt Butscha
In Bergisch Gladbach läuft eine gemeindeweite Aktion, bei der Weihnachts-Päckchen für die vom Krieg gezeichnete Stadt Butscha in der Ukraine gepackt werden. Organisiert vom Partnerschaftsverein Bergisch Gladbach–Butscha, soll die Initiative den Bewohnern, die harte Winterbedingungen und anhaltende russische Angriffe ertragen müssen, kleine Momente der Freude schenken. An verschiedenen Abgabestellen in der Stadt können Anwohner nun Schuhkartons abholen, um sie mit lebensnotwendigen Dingen und Geschenken zu füllen.
Die unter dem Motto "Bergisch Gladbach spielt Geheimen Weihnachtsmann für Butscha" laufende Kampagne ruft die Bürger auf, die Kartons mit praktischen Artikeln zu bestücken. Empfohlen werden Taschenlampen, Handwärmer, kleines Spielzeug sowie haltbare Leckereien. Selbst Wachsreste werden gesammelt, da sie zu Kerzen oder Wärmequellen für Familien umfunktioniert werden können, die unter Stromausfällen leiden.
Am 29. November und 6. Dezember wird im RheinBerg-Galerie ein Informationsstand eingerichtet, an dem Besucher leere Schuhkartons mitnehmen und vor Ort befüllen können. Weitere Abgabestellen gibt es in Apotheken, Supermärkten und einem lokalen Fotostudio.
Frank Haag, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, betonte die Notwendigkeit anhaltender Solidarität. Die Bewohner Butschas verbringen aufgrund verschärfter Luftangriffe einen Großteil ihrer Zeit in Bunkern. Besonders betroffen sind Kinder – während die Stadt sich auf den ersten Schnee vorbereitet, kämpft sie mit häufigen Stromausfällen durch Angriffe auf die Infrastruktur.
Auch Geldspenden sind willkommen, um die Transportkosten für die Päckchen zu decken. Spender sollten bei Überweisungen den Verwendungszweck "Geheimer Weihnachtsmann für Butscha" angeben.
Die gefüllten Kartons sollen rechtzeitig zu Weihnachten nach Butscha geschickt werden. Angesichts sinkender Temperaturen und der ständig bedrohten Infrastruktur hofft die Kampagne, nicht nur praktische Hilfe zu leisten, sondern auch ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen. Die Organisatoren rufen die Gemeinschaft auf, sich bis zur Dezember-Frist großzügig zu beteiligen.






