Bergisch Gladbach will Strunde renaturieren – und setzt auf Bundesförderung
Gaby WernerBergisch Gladbach will Strunde renaturieren – und setzt auf Bundesförderung
Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Industriegelände voran. Der Stadtrat hat einen Antrag auf Bundesförderung im Rahmen eines Klimawandel-Anpassungsprogramms beschlossen. Bei Erfolg könnte das Projekt das Landschaftsbild und die Identität des Gebiets nachhaltig prägen.
Der Stadtrat stimmte kürzlich für den Beitritt zum Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“. Damit kann Bergisch Gladbach nun finanzielle Unterstützung für die Freilegung und Renaturierung der Strunde beantragen. Die Stadt wird in den kommenden Tagen offiziell ihr Interesse an der Förderung bei der Bundesregierung anmelden.
Bis zu 80 Prozent der geschätzten Kosten in Höhe von 5,4 Millionen Euro könnten aus dem Programm stammen. Die verbleibenden 20 Prozent würde die Stadt aus ihrem Sondervermögen tragen. Die endgültige Entscheidung über die Mittelvergabe liegt jedoch beim Bundestag; mit einer Auswahl der geförderten Projekte ist erst gegen Ende 2026 zu rechnen.
Lokale Politiker zeigen sich überzeugt von dem Vorhaben. Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, ist sicher, dass der renaturierte Fluss dem Zanders-Gelände einen völlig neuen Charakter verleihen wird. Klaus W. Waldschmidt, Fraktionschef der SPD, hat die heimische Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach aufgefordert, sich für die Bewilligung der Mittel einzusetzen. Andreas Ebert, SPD-Sprecher für Stadtentwicklung, hofft, dass der Haushaltsausschuss dem Antrag zustimmen wird.
Das weitere Schicksal des Projekts liegt nun in den Händen des Haushaltsausschusses des Bundestags, der die Anträge im vierten Quartal 2026 prüfen wird. Bei einer Zusage könnte die renaturierte Strunde nicht nur das Zanders-Areal grundlegend verändern, sondern auch erhebliche Bundesinvestitionen in die Region bringen. Die Stadt hat bereits zugesagt, ihren Anteil an den Kosten aus bestehenden Haushaltsmitteln zu decken.
