Betrügerische Tickets und überteuerte Preise: Wie Fans sich jetzt wehren können
Joseph HölzenbecherBetrügerische Tickets und überteuerte Preise: Wie Fans sich jetzt wehren können
Konzerteintritte verkaufen sich schneller als je zuvor – und treiben viele Fans in die teuren Arme des Weiterverkaufsmarkts. Doch überhöhte Preise und gefälschte Tickets auf Sekundärmärkten lassen Käufer oft auf den Kosten sitzen. Jetzt bieten Verbraucherschützer Werkzeuge an, mit denen Fans sich wehren und ihr Geld zurückfordern können.
Falsche Tickets entwickeln sich zunehmend zum Problem: Betrüger verkaufen wertlose digitale Kopien im Netz. Fans, die damit an der Abendkasse auftauchen, stellen oft fest, dass ihre Tickets ungültig sind – und das bezahlte Geld ist verloren. Iwona Husemann, Juristin beim Verbraucherzentrum Nordrhein-Westfalen, rät daher dringend, ausschließlich bei offiziellen Vorverkaufsstellen zu kaufen.
Bei manchen Veranstaltungen werden Tickets verkauft, bevor die genauen Termine feststehen. In solchen Fällen gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Veranstalters, falls es zu Änderungen kommt. Gleichzeitig bieten Weiterverkaufsplattformen Tickets oft zu stark überhöhten Preisen an – manchmal mit versteckten Gebühren. Personalisierte Tickets, die nur dem namentlich genannten Käufer Einlass gewähren, können zwar übertragen werden, doch dabei können zusätzliche Kosten entstehen.
Um Fans zu unterstützen, haben Verbraucherzentralen ein interaktives Ticket-Tool entwickelt. Es bietet rechtliche Einschätzungen und Musterbriefe, um gegen unfaire Verkäufe vorzugehen oder Erstattungen für gefälschte Tickets zu fordern. Das neue Tool hilft Fans, überteuerte oder betrügerische Ticketverkäufe anzufechten. Wer auf inoffiziellen Wegen kauft, riskiert zwar sein Geld – doch es gibt nun rechtliche Möglichkeiten, es zurückzuholen. Veranstalter und Verbraucherschützer setzen sich weiterhin für transparentere Preise und besseren Schutz vor Betrug ein.






