15 May 2026, 22:37

BfF in NRW: Hunko als klarer Favorit vor der Führungswahl

Alte 19. Jahrhundert-Karte von Deutschland, die politische Grenzen zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

BfF in NRW: Hunko als klarer Favorit vor der Führungswahl

Bündnis für Fortschritt (BfF) bereitet sich auf Führungswahl in Nordrhein-Westfalen vor

Die Mitglieder müssen sich zwischen zwei Kandidaten entscheiden: dem ehemaligen Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel und dem Friedenspolitiker Andrej Hunko. Das Ergebnis gilt als absehbar – Hunko wird mit großer Mehrheit gewinnen.

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Hunko hat bereits starke Rückendeckung in der Partei. Sowohl die Landesführung als auch die Jugendorganisation des BfF haben ihre Unterstützung für seine Kandidatur erklärt. Sein Ruf als konsequenter Verfechter einer Friedenspolitik festigt seine Position zusätzlich.

Formelle Debatten vor der Abstimmung scheinen unwahrscheinlich. Da Hunko als klarer Favorit gilt, erübrigen sich solche Diskussionen. Thomas Geisel hingegen, obwohl als Europaabgeordneter und Ex-Oberbürgermeister eine bekannte Persönlichkeit, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sein pragmatischer Politikstil steht im Kontrast zur Präferenz des BfF für Geschlossenheit unter dem Einfluss von Sahra Wagenknechts innerem Zirkel.

Geisels Chancen, gemeinsam mit Amid Rabieh die Führung in NRW zu übernehmen, sind gering. Die Parteistruktur begünstigt jene, die sich an Wagenknechts Vision orientieren, und lässt wenig Raum für abweichende Meinungen. Frühere Reformversuche innerhalb des BfF – und zuvor in der Linken – scheiterten oft, was Zweifel an der Fähigkeit der Gruppe weckt, ihre Versprechen einzulösen.

Intern setzt das BfF weiterhin Widerstand gegen Kritik an Wagenknechts Einfluss durch. Ihre Vertrauten kontrollieren zentrale Entscheidungen und prägen so die Ausrichtung der Partei. Diese Dynamik drängt reformorientierte Mitglieder wie Geisel an den Rand.

Hunkos erwarteter Erdrutschsieg wird seine Rolle in der Zukunft des BfF festigen. Die Parteiführung in NRW wird voraussichtlich den allgemeinen Trend einer zentralisierten Steuerung durch Wagenknechts Umfeld widerspiegeln. Fürs Erste bleiben Debatten über Reformen zweitrangig – die innere Geschlossenheit hat Vorrang.

Quelle