Bombendrohung im ICE löst Debatte über strengere Bahn-Sicherheit aus
Meinolf BarkholzBombendrohung im ICE löst Debatte über strengere Bahn-Sicherheit aus
Eine Bombendrohung in einem Hochgeschwindigkeits-ICE in Nordrhein-Westfalen hat die Forderungen nach verschärften Sicherheitsmaßnahmen im deutschen Schienenverkehr neu entfacht. Bei dem Vorfall am Donnerstag zogen sich mindestens zwölf Menschen leichte Verletzungen zu, nachdem ein Mann Sprengkörper gezündet und einen Anschlag angedroht hatte. Nun drängen Politiker auf strengere Kontrollen, um künftige Risiken zu verhindern.
Die beunruhigende Szene spielte sich ab, als ein Fahrgast Sprengsätze entzündete und Drohungen ausstieß, was an Bord Panik auslöste. Die Rettungskräfte reagierten zwar schnell, doch die Störung machte die anhaltenden Sicherheitsbedenken erneut deutlich.
Stephan Stracke, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, bezeichnete den aktuellen Zustand des Bahnverkehrs als „zunehmend bedrohlich“ und die Situation als „unhaltbar“. Er betonte den dringenden Bedarf, sowohl Fahrgäste als auch Bahnmitarbeiter vor ähnlichen Gefahren zu schützen.
Als Lösungsansatz schlug Stracke Sicherheitskontrollen vor dem Einsteigen vor. Zudem regte er an, den Zugang zu den Bahnsteigen auf Fahrkarteninhaber zu beschränken. Sein Plan sieht eine schrittweise Einführung vor, beginnend mit Großbahnhöfen, an denen die Kriminalitätsrate bereits hoch ist.
Bereits zu Jahresbeginn hatte die Deutsche Bahn einen Notfallplan zur Verbesserung der Sicherheit an Bahnhöfen angekündigt. Dazu gehörten mehr Sicherheitsstreifen und ein Ausbau der Videoüberwachung. Doch der Vorfall am Donnerstag hat den Druck auf weitere Maßnahmen noch verstärkt.
Der Anschlag rückt die Sicherheitsfragen im deutschen Schienennetz in den Mittelpunkt. Strackes Vorschläge zu Ticketkontrollen und stufenweisen Sicherheitschecks zielen darauf ab, die Risiken in Zügen zu verringern. Die Behörden sehen sich nun wachsendem Druck ausgesetzt, wirksamere Schutzmaßnahmen für Fahrgäste und Personal umzusetzen.






