Bottrop setzt auf Sichtdreiecke für mehr Verkehrssicherheit an Kreuzungen
Meinolf BarkholzBottrop setzt auf Sichtdreiecke für mehr Verkehrssicherheit an Kreuzungen
Bottrop verbessert die Verkehrssicherheit durch „Sichtdreiecke“ an Kreuzungen
Die Stadt Bottrop führt sogenannte Sichtdreiecke an Kreuzungen ein, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Damit sollen Unfälle verhindert werden, die durch schlechte Sichtverhältnisse beim Einbiegen von Nebenstraßen auf Hauptverkehrsstraßen entstehen. Der Anstoß für das Projekt war ein tödlicher Unfall in Warendorf, der die Gefahren mangelnder Sichtbarkeit deutlich machte.
Das Vorhaben orientiert sich an den deutschen Richtlinien für Straßenbau, insbesondere an der RaSt 06 (Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen). Diese sehen vor, dass an Straßen mit höheren Geschwindigkeitsbegrenzungen größere Sichtdreiecke eingerichtet werden müssen. Das Tiefbauamt Bottrop prüft nun systematisch alle Kreuzungen auf die Einhaltung dieser Vorgaben.
Besonderes Augenmerk liegt auf stark frequentierten Knotenpunkten und Unfallschwerpunkten. Werden Mängel festgestellt, muss die Stadt handeln – etwa durch bauliche Änderungen oder die Aufstellung von Pollern, um Sichtbehinderungen zu beseitigen.
Die ersten Maßnahmen sind bereits in die Wege geleitet: Elf Projekte wurden ausgeschrieben, darunter die Aufwertung der Scharnhölzstraße, die voraussichtlich Anfang 2026 beginnen soll. Ziel der Änderungen ist es, Zusammenstöße an gefährlichen Kreuzungen zu reduzieren. Sämtliche Verbesserungen erfolgen in Übereinstimmung mit den nationalen Sicherheitsvorschriften. Die Stadt bekräftigt, alle im Rahmen der Überprüfung identifizierten Sichtprobleme zu beheben.
