14 June 2026, 08:28

Bottrops Klärwerk wird für 45 Millionen Euro saniert – ohne Betriebsausfall

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Bottrops Klärwerk wird für 45 Millionen Euro saniert – ohne Betriebsausfall

Die Emschergenossenschaft hat mit einer umfassenden Sanierung ihres Klärwerks in Bottrop begonnen. Ziel des Projekts ist es, die Anlage zu modernisieren, ohne den Betrieb einzuschränken. Die ersten Bauabschnitte konzentrieren sich bereits auf die kritischen Zulaufsysteme.

Das Klärwerk Bottrop nimmt in der deutschen Ingenieurskunst eine Sonderstellung ein: Es war die erste großtechnische Abwasserbehandlungsanlage des Landes, die vollständig energieautark arbeitet. Nun erhält es Investitionen in Höhe von 45 Millionen Euro, um die Infrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen.

Die Sanierung ist in neun Bauabschnitte unterteilt. In den ersten drei Phasen werden die Hauptzulaufkanäle modernisiert, wofür ein temporäres Pumpsystem den Wasserfluss aufrechterhält. Zudem werden die Einlauföffnungen der Nachklärbecken erweitert und optimierte Leitbleche eingebaut.

Weitere Maßnahmen umfassen den Austausch veralteter Schlammräumer durch zwei neue Einheiten, von denen jede zwei Becken bedient. Ein neues Kanalbelüftungssystem sorgt für eine gleichmäßige Luftverteilung in der gesamten Anlage. Darüber hinaus werden die Klärwasserkanäle abgedeckt, um das Algenwachstum zu reduzieren.

Um Betriebsstörungen zu vermeiden, dürfen zu keinem Zeitpunkt mehr als vier Becken gleichzeitig außer Betrieb genommen werden. So bleibt gewährleistet, dass das Abwasser auch während der Modernisierung den gesetzlichen Reinigungsstandards entspricht.

Das umfangreiche Projekt steigert nicht nur die Effizienz und Nachhaltigkeit der Anlage, sondern stellt sicher, dass alle Modernisierungen den Umweltauflagen entsprechen. Während der gesamten Sanierung bleibt das Klärwerk voll funktionsfähig.

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