25 March 2026, 20:31

Bundesbank plant Abschaffung von Ein- und Zweicent-Münzen durch Rundung auf Fünfcent-Beträge

Alte deutsche 5 Reichsmark-Banknote mit Porträt eines Mannes, ausgegeben von Deutschland.

Bundesbank plant Abschaffung von Ein- und Zweicent-Münzen durch Rundung auf Fünfcent-Beträge

Die Bundesbank hat einen Plan vorgelegt, Bargeldzahlungen auf den nächsten Fünfcent-Betrag zu runden. Mit diesem Schritt soll die Nutzung von Ein- und Zweicent-Münzen schrittweise reduziert werden. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 56 Prozent der Deutschen die Idee befürworten.

Laut dem Vorschlag würden ungerade Beträge bei Barzahlungen entweder auf- oder abgerundet. Ein Betrag von 4,91 Euro würde so auf 4,90 Euro sinken, während 4,92 Euro auf 4,95 Euro aufgerundet würden. Ziel ist es, den Bedarf an Kleingeld zu verringern – allerdings hat bisher kein Land die kleinen Münzen vollständig abgeschafft.

Mehrere europäische Staaten wenden bereits ähnliche Systeme an. In den Niederlanden, der Slowakei, Irland, Italien, Belgien und Estland werden Alltagszahlungen gerundet. In Deutschland wiederum ermöglichen einige Supermärkte in Nordrhein-Westfalen ihren Kunden, Rechnungsbeträge aufzurunden und die Differenz an gemeinnützige Organisationen zu spenden.

Bargeld bleibt in Deutschland beliebt: Fast die Hälfte aller Einkäufe im stationären Handel wird weiterhin mit Scheinen und Münzen bezahlt. Der Plan der Bundesbank knüpft an diesen Trend an, hat jedoch noch keine gesetzliche Grundlage – bisher schreibt kein EU-Land eine solche Regelung verbindlich vor.

Die Initiative könnte Zahlungsvorgänge vereinfachen und den Umgang mit Kleingeld reduzieren. Bei einer Umsetzung würde sich Deutschland anderen europäischen Ländern anschließen, die bereits runden. Eine vollständige Abschaffung der Ein- und Zweicent-Münzen wäre damit aber nicht verbunden.

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