Bundesdruckerei präsentiert nachhaltige Banknote "Stella" im Kreditkartenformat
Joseph HölzenbecherBundesdruckerei präsentiert nachhaltige Banknote "Stella" im Kreditkartenformat
Bargeldzahlungen im deutschen Einzelhandel gehen stetig zurück. Aktuell werden nur noch 50,5 Prozent der Transaktionen mit Banknoten und Münzen getätigt – fast gleichauf liegen Kartenzahlungen mit 48,1 Prozent. Verbraucherschützer zeigen sich besorgt über die Abkehr vom Bargeld.
Die Bundesdruckerei präsentierte kürzlich auf einer Konferenz in Washington ihren neuesten Banknoten-Entwurf Stella. Das Design soll durch eine schrumpfende Größe im Kreditkartenformat Materialverbrauch, Produktionszeit und Energiebedarf reduzieren. Gedruckt würde die Note auf einem Polymer aus nachwachsenden, nicht-fossilen Rohstoffen.
Stella ist für den Excellence in Currency Award 2026 der International Association of Currency Affairs nominiert. Das Projekt spiegelt die Überlegungen der Bundesdruckerei wider, wie sich Banknoten in einer zunehmend digitalen Welt weiterentwickeln könnten. Elisabeth Limbacher, Leiterin des Bereichs Sicherheitdruck, betont, dass Bargeld trotz rückläufiger Nutzung unverzichtbar bleibe.
Der Stella-Entwurf unterstreicht die Bemühungen, Banknoten nachhaltiger und effizienter zu gestalten. Die Nominierung für den Branchenpreis hebt die Innovationskraft des Designs hervor. Doch während der Bargeldgebrauch sinkt, bleibt seine künftige Rolle im Zahlungsverkehr umstritten.
