13 March 2026, 18:34

Bundeswehr übt Krisenkommunikation auf altem NATO-Gelände in Mönchengladbach

Ein offenes deutsches Militärtagebuch aus dem frühen 20. Jahrhundert, gefüllt mit handgeschriebenem Text und Zahlen.

Bundeswehr übt Krisenkommunikation auf altem NATO-Gelände in Mönchengladbach

Bundeswehr führt Übungen auf dem Gelände des ehemaligen NATO-Hauptquartiers Mönchengladbach durch

Ab diesem Freitag bis in die folgende Woche wird die Bundeswehr auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) Mönchengladbach Übungen durchführen. Der Standort, einst ein zentraler NATO-Stützpunkt, war seit seiner Schließung 2013 nicht mehr Schauplatz militärischer Manöver. Diesmal liegt der Fokus auf der Erprobung der Krisenkommunikation mit der Bevölkerung in einem Verteidigungsszenario.

Das ehemalige JHQ Rheindahlen erstreckt sich über 471 Hektar – eine Fläche so groß wie 660 Fußballfelder. Die Anlage wurde 1954 eröffnet und diente ursprünglich als Hauptquartier der britischen Streitkräfte mit über 1.400 Wohneinheiten und 980 Kasernengebäuden. Obwohl der Standort aufgegeben wurde, nutzen ihn weiterhin Polizei und Katastrophenschutzeinheiten wie das Technische Hilfswerk (THW), das dort im August 2025 trainierte.

An der anstehenden Übung beteiligen sich rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen. Anwohner müssen mit lauten Knallgeräuschen rechnen, doch die Behörden versichern, dass keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit besteht. Es kommen ausschließlich Platzpatronen zum Einsatz.

Die Übung markiert die erste militärische Aktivität auf dem Gelände seit über einem Jahrzehnt. Ziel ist es, zu simulieren, wie Behörden in einem Verteidigungsnotfall mit der Zivilbevölkerung kommunizieren würden.

Die Manöver dauern eine ganze Woche und enden am darauffolgenden Freitag. Mit Lärm durch Platzpatronen ist zu rechnen, doch die Bevölkerung wurde beruhigt: Es bestehe kein Anlass zur Sorge. Die Rückkehr der Bundeswehr auf den ehemaligen NATO-Stützpunkt unterstreicht ihre fortwährende Rolle bei der Vorbereitung auf mögliche Krisenszenarien.

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