19 June 2026, 20:25

Crack überholt Heroin: Deutsche Städte kämpfen mit neuer Drogenwelle und fordern radikale Lösungen

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Crack überholt Heroin: Deutsche Städte kämpfen mit neuer Drogenwelle und fordern radikale Lösungen

Crack ist in mehreren deutschen Städten zur am weitesten verbreiteten illegalen Droge geworden und hat Heroin überholt. Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind Köln und Dortmund. Lokale Politiker fordern nun neue Maßnahmen, um die wachsende Problematik in den Griff zu bekommen.

Im Kölner Neumarkt hat sich die Lage für Anwohner und Geschäftsleute weiter verschärft. Torsten Burmester schildert das offenkundige Leid der Abhängigen und die emotionale Belastung für die Bevölkerung. Während Heroinabhängige früher eher für soziale Hilfsangebote offen waren, gestaltet sich die Kontaktaufnahme seit dem Aufstieg von Crack deutlich schwieriger.

Ähnliche Beobachtungen macht Stephan Keller in Düsseldorf. Die Crack-Sucht führe zu vermehrtem öffentlichen Drogenkonsum und unzumutbarem Verhalten in öffentlichen Räumen. Viele Abhängige finanzierten ihren Konsum durch aggressives Betteln, Diebstahl oder Prostitution.

Um die Krise einzudämmen, setzen sich Burmester und Keller für eine Legalisierung ein. Ihr Vorschlag umfasst abgegrenzte Bereiche für den kleinteiligen Handel mit harten Drogen sowie medizinisch betreute Konsumräume. Eine Regulierung, so ihre Überzeugung, könnte die mit dem illegalen Drogenmarkt verbundene Kriminalität verringern.

Beide Politiker haben bei der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen offiziell eine Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen beantragt. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, inwieweit ein Mikrohandel in Drogenkonsumräumen ermöglicht werden könnte.

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Der Wandel von Heroin zu Crack stellt die deutschen Städte vor neue Herausforderungen. Die Verantwortlichen hoffen, dass ein kontrollierter Handel und Betreuungsangebote die Belastung für die Kommunen verringern. Die Landesregierung prüft derzeit die rechtlichen Konsequenzen der vorgeschlagenen Maßnahmen.

Quelle