Dagmar Frederic kritisiert fehlende Abwechslung im Schlagersfernsehen – und bleibt selbst ungebremst
Joseph HölzenbecherDagmar Frederic kritisiert fehlende Abwechslung im Schlagersfernsehen – und bleibt selbst ungebremst
Dagmar Frederic blickt auf über sechs Jahrzehnte in der Schlagerszene zurück. Mit 82 Jahren ist sie noch immer aktiv und steht bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne. Kürzlich machte sie wieder Schlagzeilen – nicht wegen ihrer Musik, sondern wegen ihrer pointierten Fernsehkommentare und einer scherzhaften Bemerkung über ihren Ehemann.
Erstmals sorgte Frederic 2018 für Aufsehen, als sie Künstler kritisierte, die sich ihrer Meinung nach "anbiedern", um ins Fernsehen zu kommen. Sie betonte damals, so etwas würde sie niemals tun. Jetzt meldet sie sich erneut zu Wort – diesmal wegen des Mangels an neuen Gesichtern in beliebten Schlagersendungen.
Allein in Deutschland gibt es derzeit mindestens zehn große Schlagershows im Fernsehen. Florian Silbereisen moderiert vier Formate, darunter Schlagerchampions und das Adventsfest der 100.000 Lichter. Giovanni Zarrella ist für sechs Sendungen verantwortlich, etwa Die große Sommerparty oder seine Frühlings-Liveshows. Doch Frederic bemerkt: Immer wieder tauchen dieselben Stars auf.
Die Schuld gibt sie jedoch nicht den Moderatoren. Stattdessen kritisiert sie die Redaktionen, die für die sich wiederholenden Gästelisten verantwortlich seien. Trotz ihrer Kritik verteidigt sie Silbereisen und Zarrella und nennt sie "fleißige Profis". Interessanterweise war sie selbst nie bei Andrea Kiewel oder Silbereisen zu Gast.
Abseits der Fernsehdebatten sorgte Frederic zudem mit einer humorvollen Äußerung über ihren Mann für Furore – der Spruch ging viral und zeigte: Ihr Witz ist genauso treffsicher wie ihre Meinungen.
Trotz bescheidener Rente tourt Frederic weiterhin regelmäßig. Ihre jüngsten Aussagen unterstreichen die anhaltende Diskussion über Abwechslung im Schlagersfernsehen. Gleichzeitig beweist ihr langes Wirken und ihre aktuelle Medienpräsenz: Sie bleibt relevant – auf der Bühne wie in den Debatten über die Branche.






