Deutsches Fußballmuseum feiert 10 Jahre – zwischen Ruhm und finanziellen Sorgen
Joseph HölzenbecherDeutsches Fußballmuseum feiert 10 Jahre – zwischen Ruhm und finanziellen Sorgen
Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund bereitet sich auf sein 10-jähriges Jubiläum im Oktober 2025 vor. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2015 hat das Museum Fußballlegenden angezogen und fast 1.600 historische Exponate beherbergt. Doch hinter den Kulissen kämpft die Einrichtung mit finanziellen Schwierigkeiten, sodass die Stadt Dortmund die Verluste Jahr für Jahr ausgleichen muss.
Am 24. April 2009 wurde Dortmund als Standort für das Museum ausgewählt. Drei Jahre später, im September 2012, begannen die Bauarbeiten. Nach Jahren der Planung und des Baus öffnete das Museum schließlich am 23. Oktober 2015 seine Türen – mit Manuel Neukirchner als Direktor, eine Position, die er seither innehat.
Die Sammlung umfasst Schätze wie den Spielball des WM-Finals 1954. Im Laufe der Jahre haben Fußballikonen wie Franz Beckenbauer, Bastian Schweinsteiger und Uwe Seeler die Ausstellungen besucht. Im April 2025 stattete Günter Netzer dem Museum einen Besuch ab, um seine eigene Sonderausstellung zu eröffnen.
Trotz seiner Beliebtheit hat das Museum kontinuierlich mit finanziellen Engpässen zu kämpfen. Die jährlichen Verluste zwingen die Stadt Dortmund immer wieder, mit zusätzlichen Mitteln einzuspringen. Nun, zum anstehenden 10-jährigen Jubiläum, planen die Veranstalter ein familienfreundliches Programm, um den Meilenstein zu feiern. Die „Lokalzeit Dortmund“ wird am 23. Oktober 2025 um 19:30 Uhr in einer Sendung über das Jubiläum berichten.
Das Deutsche Fußballmuseum bleibt ein zentraler kultureller Ort für Fans und Historiker gleichermaßen. In seinem ersten Jahrzehnt hat es das Fußballerbe bewahrt, stützt sich dabei aber auf die finanzielle Unterstützung der Kommune, um über die Runden zu kommen. Die Jubiläumsveranstaltungen und die weiterhin prominenten Besuche unterstreichen seine anhaltende Bedeutung für den Fußball.






