Deutschlandticket wird 2025 teurer – doch die Nachfrage bleibt stabil
Preis für Deutschlands 49-Euro-Ticket steigt 2025 auf 58 Euro
Zum Jahresbeginn 2025 erhöhte sich der Preis für das Deutschlandticket auf 58 Euro. Das bundesweite Nahverkehrs-Abo war im Mai 2023 für 49 Euro pro Monat eingeführt worden und ermöglichte seitdem unbegrenzte Fahrten mit Bussen und Regionalzügen. Die Preiserhöhung stieß bei der Bevölkerung auf große Aufmerksamkeit, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.
Das Deutschlandticket kann monatlich gekündigt werden und gilt in allen Bussen und Nahverkehrszügen deutschlandweit – nicht jedoch in Fernzügen.
Im September 2024 war der Preis bereits von 49 auf 58 Euro gestiegen, was bei den Nutzenden auf Kritik stieß. Anfang 2025 meldete der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) einen Rückgang der Nutzung um fünf Prozent in den Monaten Januar und Februar im Vergleich zu den vorherigen sechs Monaten. Später erholte sich die Nachfrage jedoch wieder und erreichte im April 2025 mit 1,73 Millionen Abonnements einen neuen Rekord.
Auch andere Verkehrsverbünde passten ihre Tarife an: Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) erhöhte die Preise um durchschnittlich 5,9 Prozent, der Aachener Verkehrsverbund (AVV) um 5,75 Prozent – beide folgten damit der früheren Anpassung des VRR. Der Westfalentarif hatte bereits im August 2024 eine Erhöhung um 6,25 Prozent umgesetzt, beließ die Preise zu Jahresbeginn 2025 jedoch unverändert.
Im März 2025 reformierte der VRR zudem seine Tarifstruktur: Die Zahl der Waben wurde von sieben auf drei reduziert, und fünf Ticketarten wurden abgeschafft.
Trotz der Preiserhöhung bleibt das Deutschlandticket eine beliebte Option. Zwar ging die Nutzung zunächst zurück, in einigen Regionen erreichten die Abonnements später jedoch neue Höchststände. Die Verkehrsverbünde passen weiterhin Tarife und Ticketangebote an, um Nachfrage und Kosten zu steuern.
