27 June 2026, 02:30

Dieter Nuhrs umstrittene Aussagen zu Femiziden lösen Empörungswelle aus

Hunderte von Femiziden: Dieter Nuhr sieht 'praktisch null' Gefahr für Frauen

Dieter Nuhrs umstrittene Aussagen zu Femiziden lösen Empörungswelle aus

Der Komiker Dieter Nuhr hat heftige Kritik für jüngste Äußerungen zu Femiziden und häuslicher Gewalt durch Partner erntet. Seine Aussagen in einer Fernsehsendung sowie ein anschließender Facebook-Beitrag lösten eine Welle der Empörung aus. Viele warfen ihm vor, die Schwere der Gewalt gegen Frauen zu verharmlosen.

Der Streit begann nach Nuhrs Auftritt in Nuhr im Ersten XXL am 18. Juni. Dort äußerte er sich zum Thema Femizid und betonte, er habe niemals Witze darüber gemacht und werde dies auch nie tun. Zudem verwies er darauf, dass in Deutschland jährlich etwa 300 bis 350 Frauen getötet werden – eine Zahl, die in etwa mit den aktuellen Kriminalstatistiken der Polizei für 2024 übereinstimmt, die landesweit 328 weibliche Opfer ausweisen.

In seinem Facebook-Beitrag setzte er sich mit dem Begriff „strukturell“ auseinander und sprach sich gegen eine kollektive Schuldzuweisung an alle Männer aus. Die pauschale Diffamierung von Männern als statistisch verantwortlich für Femizide nannte er „völlig überzogen“. Nuhr schlug zudem vor, einen Partner vor intimen Kontakten besser kennenzulernen, um das Risiko zu minimieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Kritik daran fiel scharf aus. Gegner verwiesen auf Daten des Bundeskriminalamts (BKA) aus dem Jahr 2024, die 171.000 Opfer von Partnerschaftsgewalt verzeichnen – darunter rund 136.000 Frauen. Viele empfanden Nuhrs Aussagen als herablassend und verletzend, insbesondere vor dem Hintergrund, dass fast 80 Prozent der Betroffenen weiblich sind.

Nuhrs Äußerungen haben die Debatten über Geschlechterrollen, Verantwortung und Gewalt weiter angeheizt. Die Statistiken zu Femiziden und Partnerschaftsgewalt aus dem Jahr 2024 bleiben eine erschreckende Realität. Seine Aussagen sorgen weiterhin für starke Reaktionen in der Öffentlichkeit und bei Interessensverbänden.

Quelle