14 March 2026, 14:31

Dinslakens erster Stadt-Dialog bringt Bürger und Verwaltung an einen Tisch

Eine Gruppe von Menschen, die vor einem Rednerpult mit Mikrofon und einer Tafel mit der Aufschrift "Sancho-Stadtrat tritt dem Stadtrat bei" stehen und sitzen, mit Flaggen, Feuerlöscher und Deckenleuchten an der Rückwand.

Dinslakens erster Stadt-Dialog bringt Bürger und Verwaltung an einen Tisch

Dinslakens erster "Stadt-Dialog" findet große Resonanz

Am 11. März 2026 traf sich Dinslaken zum ersten Stadt-Dialog im Gustav-Heinemann-Schulzentrum in Hiesfeld. Rund 70 Bürgerinnen und Bürger kamen zusammen, um mit Bürgermeister Simon Panke und Stadtkämmerer Achim Thomae über den Haushalt der Stadt und lokale Entwicklungspläne zu diskutieren. Bei der Veranstaltung wurden sowohl erreichte Fortschritte als auch anstehende finanzielle Anpassungen thematisiert.

In den vergangenen fünf Jahren haben die Wasserverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) massiv in die Infrastruktur Hiesfelds investiert. 2022 wurde der Anschluss an den Emscher-Umleitungstunnel fertiggestellt. In den folgenden Jahren modernisierten sie zwischen 2023 und 2024 das Klärwerk Hiesfeld mit energieeffizienten Aufrüstungen. 2025 eröffnete schließlich die Naherholungsfläche Emscherinsel mit neuen Spazierwegen, Grünflächen und verbessertem Hochwasserschutz.

Bürgermeister Panke stellte in seinem Bericht mehrere zentrale Projekte vor: Die EBGS-Schule erhält eine neue Turnhalle, während die Feuerwehrwache in Eppinghoven saniert werden soll. Das Schulzentrum Hiesfeld ist bereits fertiggestellt, und in der gesamten Region werden Straßenlaternen durch energiesparende LEDs ersetzt. Zudem schlug der EGLV vor, das Gelände des Hiesfelder Freibads neu zu gestalten – aktuell laufen Vertragsverhandlungen.

Im Mittelpunkt der Haushaltsdebatte standen Sparmaßnahmen, darunter eine geplante Erhöhung der Grundsteuer B für bebaute Grundstücke. Anwohner äußerten Bedenken hinsichtlich der Steuererhöhungen, der Zukunft der Eishalle und Verzögerungen beim Schulbau. Zudem gab es Fragen zu krankheitsbedingten Ausfällen in der Stadtverwaltung und dazu, ob frühere Entscheidungen die aktuelle Situation hätten entlasten können. Offene Anliegen sollten über das Bürgermeisterbüro nachverfolgt werden.

Die Veranstaltung wurde als gelungenes Forum für den Austausch zwischen Bürgerschaft und Verwaltung gelobt. Ein weiterer Stadt-Dialog ist für den Herbst geplant, noch vor der Haushaltsabstimmung am 26. März.

Der Abend bot den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich direkt mit den Verantwortlichen über finanzielle und infrastrukturelle Pläne auszutauschen. Angesichts der bevorstehenden Haushaltsentscheidung werden die Diskussionen beim nächsten Stadt-Dialog in diesem Jahr fortgesetzt. Die Vorschläge – von Steueranpassungen bis zu neuen Bauvorhaben – gehen nun in die Beratungen des Stadtrats.

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