20 June 2026, 02:22

DLRG-Präsident fordert Schwimmabzeichen-Pflicht für unbegleitete Kinder in Freibädern

Schwimm-Meister fordern Bronze-Vorschrift für unter 16-Jährige in Öffentlichen Schwimmbädern

DLRG-Präsident fordert Schwimmabzeichen-Pflicht für unbegleitete Kinder in Freibädern

Peter Harzheim, Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), hat einen bundesweiten Vorschlag unterbreitet: Kinder und Jugendliche ohne das „Deutsche Schwimmabzeichen Bronze“ dürften künftig nur noch in Begleitung eines Elternteils öffentliche und private Freibäder besuchen. Die Initiative löst unter Politikern und Branchenvertretern eine kontroverse Diskussion aus.

Harzheim begründet seinen Vorstoß damit, dass das Bronze-Abzeichen sicherstelle, dass Kinder sicher schwimmen könnten. Er sieht die Regelung nicht als überflüssige Bürokratie, sondern als notwendigen Impuls, um die Aufmerksamkeit wieder stärker auf die Schwimmsicherheit zu lenken. Zudem hofft er, dass Eltern dadurch motiviert werden, ihre Kinder früher mit dem Element Wasser vertraut zu machen.

Ute Vogt, ebenfalls von der DLRG, unterstützt den Vorschlag. Ihrer Meinung nach liege die Verantwortung für die Kinder bei den Eltern – und nicht beim Badepersonal. Christian Mankel, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, zeigt Verständnis für die Debatte. Er verweist auf die überfüllten Freibäder im Sommer, warnt jedoch vor unbeabsichtigten Folgen: Strenge Zugangsbeschränkungen könnten Nichtschwimmer in unbewachte und gefährliche Gewässer drängen.

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Schahina Gambir, Politikerin der Grünen, übt scharfe Kritik am Vorhaben. Sie bezeichnet den Vorschlag als ausgrenzend, da er einkommensschwache Familien besonders belaste. Zwar erkennt sie die Sicherheitsbedenken an, doch die Maßnahme gehe am Kern des Problems vorbei. Ohne flächendeckende Schwimmkurse für alle Kinder drohten indirekte Diskriminierungseffekte, so ihre Warnung.

Ziel der Initiative ist es, die Sicherheit zu erhöhen, indem Nichtschwimmer nur noch unter Aufsicht baden dürfen. Kritiker bemängeln jedoch, dass dadurch Hürden für manche Familien entstehen – ohne dass der Zugang zu Schwimmkursen verbessert wird. Die Diskussion bleibt umstritten, während die Beteiligten zwischen Sicherheitsaspekten und möglichen Ausschlussrisiken abwägen.

Quelle