09 May 2026, 08:29

Dortmund gründet Anti-Gewalt-Kommission gegen steigende Kriminalität

Polizeibeamte in Helmen und taktischer Ausrüstung stehen vor einem Gebäude mit Glasfenstern, halten Gewehre und haben eine Verkehrsampelstange sowie Text an der Gebäudewand im Vordergrund.

Dortmund gründet Anti-Gewalt-Kommission gegen steigende Kriminalität

Dortmund startet neue Kommission zum Schutz vor Gewalt – Maßnahme gegen steigende Gewaltkriminalität

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Dortmund hat eine neue Kommission zum Schutz vor Gewalt ins Leben gerufen, um die wachsende Zahl gewalttätiger Straftaten einzudämmen. Die Initiative soll Ermittlungen beschleunigen, Wiederholungstäter gezielter erfassen und die Unterstützung für Opfer verbessern. Die Behörden bezeichnen sie als zentrales Element der umfassenden Sicherheitsstrategie der Stadt.

Die Kommission konzentriert sich auf Gewaltdelikte, darunter häusliche Gewalt, Angriffe auf Polizeibeamte und Straftaten von Intensivtätern. Ihre Arbeit knüpft an frühere Erfolge an, wie etwa die 2015 eingerichtete Sonderkommission „Soko Rechte“, die ähnliche Problembereiche bearbeitete. Drei spezialisierte Staatsanwälte wurden nun ausschließlich mit der Bearbeitung dieser Fälle betraut.

Die neue Einheit ergänzt bestehende Maßnahmen wie den Ausbau der Videoüberwachung, das Präsenzprogramm „Fokus“ der Polizei sowie das Tragen von Messern in Risikogebieten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Bereich um den Dortmunder Hauptbahnhof, der bereits im Rahmen von „Fokus“ priorisiert wird. Die Kommission bringt dabei eine strafrechtliche Ermittlungskomponente ein und arbeitet eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen, um die Strafverfolgung zu stärken.

Obwohl die Gesamtkriminalität in der ersten Jahreshälfte 2025 zurückging, bleiben Gewaltstraftaten ein Problem. Polizepräsident Gregor Lange betonte, die Kommission werde alle rechtlichen Mittel nutzen, um Kriminelle zu stoppen und die Bevölkerung zu schützen. Der Ansatz ist eine Reaktion auf den Anstieg der Delikte nach der Pandemie, der eine jahrelange rückläufige Tendenz beendete.

Die Schutzkommision gegen Gewalt ist Teil von Dortmunds breiterem Vorhaben, Kriminalität durch zielgerichtete Polizeiarbeit und juristische Schritte zu reduzieren. Durch die Kombination von Überwachung, Streifen und Spezialermittlungen will die Stadt Wiederholungstaten verringern und die öffentliche Sicherheit erhöhen. In den kommenden Monaten soll die Wirkung der Maßnahmen evaluiert werden.

Quelle