23 May 2026, 14:28

Eilstudie zur Energiewende: Bundesregierung legt kontroverse Ergebnisse vor

Bundesregierung gibt Informationen zur Überwachung des Energieübergangs bekannt

Eilstudie zur Energiewende: Bundesregierung legt kontroverse Ergebnisse vor

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beauftragte Anfang dieses Jahres eine Eilstudie zur Überwachung der Energiewende. Der Auftrag ging unter straffen Zeitvorgaben an das Institut für Energiewirtschaft der Universität zu Köln. Ein Konsortium unter der Leitung der BET Consulting GmbH koordinierte das Projekt; der Abschlussbericht wurde am 15. September vorgelegt.

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Am 12. Juni hatte das Ministerium die Leistungsbeschreibung für den Bericht an BET Consulting übermittelt. Das Unternehmen, das als Konsortialführer fungierte, schlug das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) für die Durchführung vor. Aufgrund des engen Zeitrahmens erfolgte die Arbeit im Rahmen eines bestehenden Rahmenvertrags; zudem wurde eine Metaanalyse in Auftrag gegeben, um die Frist einzuhalten.

Der Bericht umfasste mehrere Schwerpunkte, darunter Stromnachfrage, Versorgungssicherheit und Netzausbau. Zudem wurden das Wachstum der erneuerbaren Energien, die Digitalisierung sowie der Hochlauf der Wasserstoffproduktion analysiert. Die Bundesregierung bestätigte unterdessen, keine Kenntnis von personellen Überschneidungen zwischen EWI-Mitarbeitenden und früheren oder aktuellen Auftraggebern des Instituts zu haben.

In einem separaten Vorhaben untersuchte eine Studie eines Konsortiums mit Vonovia, Enpal und 1Komma5° die wirtschaftlichen Vorteile dezentraler Energieversorgung. In ihrer Stellungnahme wies die Regierung zudem darauf hin, dass keine Angaben zu Kontakten, Treffen oder Absprachen zwischen dem Institut für Energiewirtschaft und Ministerin Katherina Reiche für den Zeitraum zwischen September 2015 und August 2025 vorlägen.

Der fertige Bericht wurde fristgerecht abgeliefert und behandelt zentrale Aspekte der deutschen Energiewende. Die Bundesregierung hat keine direkten Interaktionen zwischen dem Institut und der Ministerin für den genannten Zeitraum bekannt gegeben. Die Ergebnisse sollen nun in die laufenden politischen Diskussionen zu Energiesicherheit und Infrastrukturausbau einfließen.

Quelle