Erdbeersaison 2026 in NRW eröffnet: Warum die Region so süchtig nach den roten Früchten macht
Gaby WernerErdbeersaison 2026 in NRW eröffnet: Warum die Region so süchtig nach den roten Früchten macht
Erdbeersaison in Nordrhein-Westfalen offiziell eröffnet – erste Fruchternte 2026 eingeläutet
In Nordrhein-Westfalen hat die Erdbeersaison offiziell begonnen und damit die erste Fruchternte des Jahres 2026 eingeläutet. Lokale Landwirte feierten den Start gemeinsam mit Vertretern des Landes und der Familie Fruhen, die auf 12 Hektar Erdbeeren anbaut und die Veranstaltung in Tönisvorst ausrichtete.
Erdbeeren nehmen in der Landwirtschaft der Region eine besondere Stellung ein. Über 300 familiengeführte Betriebe in Nordrhein-Westfalen kultivieren sie, wobei vor Ort rund 40 verschiedene Sorten angebaut werden. Allein im vergangenen Jahr erntete die Region 16.900 Tonnen im Freiland und weitere 13.800 Tonnen unter Schutzabdeckungen wie Folientunneln. Diese Konstruktionen ermöglichen es, die Ernte um zwei bis vier Wochen früher als mit herkömmlichen Methoden einzubringen.
Die Region ist ein zentraler Akteur im deutschen Erdbeeranbau: Von den jährlich rund 128.000 Tonnen, die bundesweit geerntet werden, stammen fast ein Viertel aus Nordrhein-Westfalen. Durch moderne Anbaumethoden konnte die Saison auf über sechs Monate ausgedehnt werden, was eine kontinuierliche Versorgung sichert. Botanisch betrachtet zählen Erdbeeren übrigens nicht zu den echten Beeren, sondern zu den Sammelnussfrüchten – ein weiteres Kuriosum, das sie so besonders macht.
An der Eröffnung nahmen auch lokale Politiker teil, darunter die Landtagsabgeordneten Britta Oellers und Meral Thoms sowie Bürgermeister Kevin Schagen. Ihre Anwesenheit unterstrich die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Anbaus für die Region.
Mit über 1.000 Sorten weltweit bleiben Erdbeeren ein Schlüsselerzeugnis für Nordrhein-Westfalen. Die Landwirte vor Ort setzen weiterhin auf Innovation, etwa durch den Einsatz von Folientunneln, um die Erntezeit zu verlängern. Der frühe Saisonstart in diesem Jahr festigt einmal mehr die Rolle der Region als wichtiger Standort im deutschen Obstanbau.






