Essens Trauer um Hanslothar Kranz: Ein Leben für die Stadt und ihre Menschen
Serpil MendeEssens Trauer um Hanslothar Kranz: Ein Leben für die Stadt und ihre Menschen
Hanslothar Kranz, langjähriger Kommunalpolitiker aus Essen, ist im Alter von 90 Jahren verstorben. Seine politische Laufbahn umfasste mehr als sechs Jahrzehnte und hinterlässt tiefe Spuren in der Stadtpolitik sowie im gesellschaftlichen Leben Essens. Kollegen und Amtsträger würdigen seinen Tod als einen schweren Verlust für die Stadt.
Kranz zog 1969 erstmals in den Essener Stadtrat ein, dem er bis 2014 angehörte. Von 1975 bis 2009 übernahm er zudem für 34 Jahre den Vorsitz im Bezirksvorstand des Stadtbezirks IX, zu dem Werden, Kettwig und Bredeney zählen. Sein Engagement beschränkte sich jedoch nicht auf die kommunale Verwaltung: Er leitete den Bau- und Verkehrsausschuss und unterstützte zahllose kulturelle und sportliche Vereine.
Über seine politischen Ämter hinaus setzte er sich für den sozialen Zusammenhalt und die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Rat blieb er als sachkundiger Bürgerberater aktiv. Für sein Lebenswerk wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet.
Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete Kranz als eine herausragende Persönlichkeit, die Essen mit großer Hingabe gedient habe. Als überzeugter Demokrat habe er zeitlebens für die Werte einer freien und offenen Gesellschaft gestanden.
Mit Kranz' Tod entsteht eine Lücke in der politischen und gesellschaftlichen Landschaft Essens. Seine jahrzehntelange Arbeit prägte lokale Entscheidungen und stärkte das Gemeinschaftsgefühl. Die Stadt nimmt Abschied von einem Mann, dessen Wirken zahlreiche Bereiche des öffentlichen Lebens berührte.






