Höhere Geflügellepreisen vor dem St. Martinstag - Geflügelpreise steigen vor Martinstag – wird die Gans teurer?
Geflügelpreise schwanken stark – vor saisonaler Nachfrage steigen die Kosten
In den vergangenen zwei Jahren haben sich die Geflügelpreise deutlich verändert, wobei die jüngsten Preisanstiege vor der saisonalen Nachfragespitze liegen. Während Verbraucher 2022 eine leichte Entlastung erlebten, stieg 2023 der Preis kräftig an. Gleichzeitig dominierten im letzten Jahr polnische Gänseimporte den Markt in Nordrhein-Westfalen – doch nun stellt sich die Frage, wie stabil die Versorgung in diesem Winter sein wird.
2022 wurde Geflügel für Käufer etwas günstiger: Die Preise sanken insgesamt um 1,6 % im Vergleich zu 2021. Frisches Geflügel verbilligte sich sogar noch stärker und kostete 2,1 % weniger als im Vorjahr.
Doch 2023 kehrte sich der Trend um. Bis Oktober stiegen die Geflügelpreise im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres um 7,8 %. Allein frisches Geflügel verteuerte sich um 8,5 %. Der Anstieg fällt in die Zeit vor dem Martinstag, an dem traditionell die Nachfrage nach Gänsen und Enten stark zunimmt.
Nordrhein-Westfalen war 2022 bei Gänsen stark von polnischen Importen abhängig: Die Region führte 657 Tonnen ganze Gänse ein, davon stammten 99 % aus Polen. Fast alle waren tiefgekühlt, der Gesamtwert belief sich auf 1,9 Millionen Euro. Nun ist ungewiss, ob Ausbrüche der Vogelgrippe die diesjährige Versorgung mit Gänsen und Enten beeinträchtigen werden.
Der Geflügelmarkt erlebte starke Preisschwankungen – von einem Rückgang 2022 bis zu einem deutlichen Anstieg 2023. Mit dem nahenden Martinstag und der Abhängigkeit Nordrhein-Westfalens von polnischen Importen wächst die Unsicherheit. Mögliche Auswirkungen der Vogelgrippe könnten die Verfügbarkeit und die Preise in den kommenden Wochen zusätzlich belasten.






