Gewaltwelle bei Borussia Dortmund: 34 Ermittlungen nach Fan-Ausschreitungen
Serpil MendeGewaltwelle bei Borussia Dortmund: 34 Ermittlungen nach Fan-Ausschreitungen
Serie gewalttätiger Vorfälle überschatten Fußballspiele in Dortmund
In den vergangenen zwei Monaten haben gewalttätige Zwischenfälle die Fußballspiele in Dortmund überschattet. Die Polizei hat 34 Ermittlungsverfahren eingeleitet, nachdem es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans, Raubüberfällen und gefährlichem Verhalten gekommen war. Die schwerwiegendsten Ausschreitungen ereigneten sich im Anschluss an das Bundesliga-Spiel von Borussia Dortmund gegen den Hamburger SV am 21. März 2026.
Die Probleme begannen Ende Januar, als am 28. Januar – kurz vor dem Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Inter Mailand – ein bewaffneter Raubüberfall im Dortmunder Stadtzentrum verübt wurde. Am 28. Februar versuchten dann Auswärtsfans des FC Bayern München, sich während eines weiteren Spiels gewaltsam Zugang zum Stadion zu verschaffen.
Die Lage spitzte sich am 21. März zu, als Borussia Dortmund den Hamburger SV im Signal Iduna Park empfing. 81.365 Zuschauer, darunter 7.770 Gästefans, verfolgten die Partie. Noch vor Anpfiff kam es im Stadtzentrum zu zwei Raubüberfällen, bei denen etwa zehn vermummte Dortmunder Fans mit Gewalt drohten. Im Stadion zündeten Unbekannte zu Spielbeginn und während der Partie Pyrotechnik.
Nach dem Schlusspfiff blockierten rund 300 größtenteils vermummte Dortmunder Fans die Mannschaftsbusse des Hamburger SV. Sie warfen Warnleuchtkugeln und Glasflaschen, woraufhin die Polizei eingreifen musste. Die Beamten nahmen vorläufig 16 Verdächtige fest und verhängten gegen 152 Personen Stadionverbote. Die Behörden ermitteln wegen Delikten wie Diebstahl, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz.
Die Dortmunder Polizei hat angekündigt, hart gegen diejenigen vorzugehen, die Fußballveranstaltungen zu rechtsfreien Räumen machen. Zwar wurden im Zusammenhang mit den Vorfällen vom 21. März noch keine Anklagen erhoben oder Verurteilungen ausgesprochen, die Ermittlungen laufen jedoch weiter. Die Ereignisse werfen Fragen zum Fanverhalten und zur Sicherheit bei künftigen Spielen auf.






