Greenlyte und Eurowings starten Pilotprojekt für nachhaltigen Flugkraftstoff in Düsseldorf
Joseph HölzenbecherGreenlyte und Eurowings starten Pilotprojekt für nachhaltigen Flugkraftstoff in Düsseldorf
Greenlyte und Eurowings wollen nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) am Flughafen Düsseldorf herstellen. Die beiden Unternehmen haben eine Vereinbarung unterzeichnet, um ab 2028 mit der Produktion zu beginnen. Geplant ist eine jährliche Menge von etwa 150 Tonnen. Eurowings wird den gesamten Output in den ersten drei Betriebsjahren abnehmen.
Die Partner unterzeichneten eine Absichtserklärung zum Bau einer speziellen Anlage am Flughafen. Greenlyte setzt dabei auf eine Technologie, die Kohlendioxid aus der Luft filtert und mit grünem Wasserstoff zu synthetischem Kraftstoff verbindet. Ein Teil des benötigten Stroms stammt aus einer Solaranlage direkt vor Ort.
Die Genehmigungsverfahren für die Anlage sollen im kommenden Jahr starten, der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen. Nach der Inbetriebnahme dient das Werk als Pilotprojekt, um die Grundlage für eine großtechnische Produktion zu schaffen. Die jährlich produzierten 150 Tonnen SAF würden – bei einer 50-prozentigen Beimischung zu herkömmlichem Kerosin – etwa 60 Flüge zwischen Düsseldorf und Palma decken.
Eurowings-Chef Jens Bischof betonte, dass für die Marktdurchdringung von strombasierten Flugkraftstoffen eine höhere Verfügbarkeit und niedrigere Kosten entscheidend seien. Derzeit ist dieser SAF-Typ bis zu zehnmal teurer als herkömmliches Kerosin.
Das Projekt markiert einen Schritt zur Skalierung der nachhaltigen Flugkraftstoffproduktion. Bei Erfolg könnte die Düsseldorfer Anlage den Weg für größere Werke und eine breitere Nutzung von SAF ebnen. Der Fokus liegt zunächst auf der Erprobung der Technologie und der Kostensenkung.
