15 May 2026, 16:37

Grundschulen in Bergisch Gladbach kämpfen mit unvorbereiteten Erstklässlern und überfüllten Klassen

Eine Gruppe von Kindern sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer, mit Büchern und Stiften auf den Tischen und Papieren an der Wand dahinter.

Grundschulen in Bergisch Gladbach kämpfen mit unvorbereiteten Erstklässlern und überfüllten Klassen

Grundschulen in Bergisch Gladbach stehen vor wachsenden Herausforderungen, da immer mehr Kinder ohne grundlegende Fähigkeiten eingeschult werden. Mittlerweile zeigt etwa jedes vierte Schulanfängerkind behandlungsbedürftige Sprachdefizite – und die Probleme verschärfen sich. Gleichzeitig wachsen die Klassen, in manchen ersten Schuljahren sitzen bis zu 29 Kinder zusammen.

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Viele Kinder beginnen ihre Schullaufbahn heute ohne jemals einen Kindergarten besucht zu haben. Durch Personalmangel und Notbetreuung blieb manchen jede vorsschulische Förderung verwehrt. Lehrerinnen und Lehrer berichten, dass Erstklässler oft elementare Fähigkeiten vermissen lassen – etwa Reime, Silben oder Formen zu erkennen. Auch soziale Kompetenzen, die früher im Kindergarten vermittelt wurden, fehlen bei immer mehr Kindern.

Der Anstieg an Kindern mit Sprach-, Motorik- oder emotionalen Entwicklungsrückständen führt zu mehr Wiederholungen. Die Schulen verzeichnen einen deutlichen Anstieg an Schülerinnen und Schülern, die drei statt zwei Jahre in der Schuleingangsphase bleiben. Schulleitungen müssen bei der Klassenplanung zudem berücksichtigen, wie viele Zweitklässler gefährdet sind, sitzenzubleiben.

Um die Lücken zu schließen, wurde die Vorschulförderung in die frühen Lehrpläne integriert. Doch das Problem wird durch den Einfluss digitaler Geräte verschärft. Lehrkräfte beobachten, dass Smartphones und andere Bildschirme die Konzentration und das Verhalten der Kinder im Unterricht beeinträchtigen.

Der Trend zu größeren, heterogeneren Klassen hält an, während die Schulen sich an die steigenden Anforderungen anpassen. Immer mehr Kinder benötigen zusätzliche Förderung, was zu längeren Eingangsphasen und höheren Wiederholerquoten führt. Ohne Veränderungen in der frühen Bildung wird der Druck auf die Grundschulen voraussichtlich weiter wachsen.

Quelle