Heino unterstützt entlassenen Feuerwehrmann bei umstrittenem Konzert in Bad Belzig
Joseph HölzenbecherHeino unterstützt entlassenen Feuerwehrmann bei umstrittenem Konzert in Bad Belzig
Schlager-Legende Heino solidarisiert sich in Bad Belzig mit umstrittenem Feuerwehrmann
Am Wochenende betrat eine Ikone der deutschen Volksmusik die Bühne in Bad Belzig, Brandenburg: Der 87-jährige Heino gab vor rund 800 Zuschauern ein Konzert – darunter Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen –, das als öffentliche Unterstützung für Richard Mänder gedacht war. Der Feuerwehrmann war nach einer umstrittenen Aufführung der Nationalhymne seiner Ämter enthoben worden.
Im Mittelpunkt des Abends stand Mänder, der seine Schiedsrichtertätigkeit beim Deutschen Feuerwehrverband verlor, nachdem er bei einem Einsatz Heinos Aufnahme der Nationalhymne aus den 1970er-Jahren – inklusive aller drei Strophen – abgespielt hatte. Mänder wies Vorwürfe rechtsextremer Gesinnung zurück und bezeichnete die Situation als "Missverständnis". Der Verband hält jedoch an seiner Entscheidung fest.
Auf der Bühne präsentierte Heino Klassiker wie Karamba, Karacho, ein Whisky und Die schwarze Barbara, während das Publikum tanzte und mitsang. Besonders laut wurde es, als er Layla spielte – ein Lied, das in der Vergangenheit wegen sexistischer Textzeilen in der Kritik stand. Sein Manager Helmut Werner bestätigte, das Konzert sei explizit zur Unterstützung Mänders organisiert worden.
Auch politisch sorgte die Veranstaltung für Aufmerksamkeit: Lars Schieske, AfD-Bundestagsabgeordneter, lobte die Kundgebung auf Instagram, während Mänder erneut sein Bedauern über den Hymnen-Streit äußerte.
Das Konzert in Bad Belzig unterstrich die anhaltenden Spannungen um Mänders Entlassung aus dem Feuerwehrdienst. Mit 800 Besuchern und Stellungnahmen von Befürwortern wie Kritikern zeigte sich, dass die Debatte längst über lokale Feuerwehrkreise hinausreicht. Der Deutsche Feuerwehrverband zeigte bisher keine Anzeichen für eine Kursänderung.






