28 March 2026, 20:34

Immobilienkauf in Deutschland wird immer teurer – diese Kosten machen Käufer arm

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines historischen Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, das als erstes Haus in Deutschland gilt, begleitet von Text und strukturellen Plänen auf altem Papier.

Immobilienkauf in Deutschland wird immer teurer – diese Kosten machen Käufer arm

Immobilienkauf in Deutschland ist in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich teurer geworden. Steigende Steuern, strenge Vorschriften und zusätzliche Gebühren treiben die Transaktionskosten mittlerweile auf fast das Doppelte im Vergleich zu den Nachbarländern. Viele Käufer zahlen am Ende weit mehr als den Listenpreis der Immobilie – besonders dann, wenn die Hypothek abgewickelt ist.

Im Jahr 2000 beliefen sich die durchschnittlichen Nebenkosten beim Hauskauf in Deutschland auf etwa 5–6 % des Kaufpreises. Heute liegen sie bei 7–8 %, vor allem wegen höherer Grunderwerbsteuern, Notarkosten und Grundbucheintragungsgebühren. Einige Bundesländer erheben mittlerweile eine Grunderwerbsteuer von bis zu 6,5 %, was Deutschland zu einem der teuersten Märkte Westeuropas macht – deutlich über den Niederlanden (2–3 %) und vergleichbar mit Frankreich (7–8 %), wenn auch mit einer anderen Steuerstruktur.

Hinzu kommen Maklerprovisionen, Notargebühren und Grundbuchkosten, sodass die Gesamtbelastung mindestens 10 % des Immobilienwerts beträgt. Strenge Bauvorschriften erhöhen den finanziellen Druck zusätzlich, und eine für 2025 geplante Reform wird die Grundsteuer weiter in die Höhe treiben. Zudem müssen Hauseigentümer zwingend in Klimaschutzmaßnahmen investieren, was die langfristigen Ausgaben weiter steigen lässt.

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Hypotheken sind in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern weniger zugänglich und teurer. Über die gesamte Laufzeit eines Darlehens können Käufer am Ende das Eineinhalbfache des ursprünglichen Kaufpreises zahlen. Gleichzeitig bleibt Mieten stark staatlich subventioniert, was den Erwerb von Wohneigentum noch unattraktiver macht. Politiker betrachten Immobilien zunehmend als wichtige Einnahmequelle – so schlägt etwa Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), noch höhere Grundsteuern vor.

Die Kombination aus steigenden Abgaben, Zusatzgebühren und strengen Regulierungen hat den Immobilienkauf in Deutschland deutlich verteuert. Mit Transaktionskosten, die zu den höchsten in Westeuropa zählen, sehen sich viele potenzielle Käufer vor enorme finanzielle Hürden gestellt. Und ein Ende des Trends ist nicht in Sicht: Weitere Reformen und klimabedingte Auflagen werden den Druck weiter erhöhen.

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