Jens Castrop vor WM-Nominierung: Kann er seine Disziplinlosigkeit überwinden?
Joseph HölzenbecherJens Castrop vor WM-Nominierung: Kann er seine Disziplinlosigkeit überwinden?
Jens Castrop, ein deutsch-koreanischer Mittelfeldspieler, wird voraussichtlich im Sommer zum WM-Kader Koreas gehören. Der Profi von Borussia Mönchengladbach hatte in dieser Saison zwar mit disziplinären Problemen zu kämpfen, bleibt aber entschlossen, sein Land ohne weitere Zwischenfälle zu vertreten.
Castrops aggressiver Spielstil hat ihn bereits mehrfach in den Fokus der Schiedsrichter gerückt. In der vergangenen Zweitligasaison sammelte er in nur 25 Spielen elf gelbe Karten. In dieser Saison sah er in seinem ersten direkten Platzverweis gegen den FC Bayern München – ein Fehlverhalten, das er später einräumte.
Seine jüngste Sperre folgte nach einem Foul an Sael Kumbedi vom VfL Wolfsburg. Der Unparteiische zeigte ihm die Rote Karte, was zu einem dreispieligen Platzverbot führte. Castrop widersprach der Entscheidung und argumentierte, dass sein Einsatz nicht eine so harte Strafe verdient habe.
Trotz dieser Rückschläge bleiben seine Chancen auf eine Nominierung in der Nationalmannschaft intakt. Seit dem letzten Herbst bestritt er fünf Länderspiele für Korea. Sollte er am 16. Mai berufen werden, hat er versprochen, während des Turniers auf weitere disziplinarische Vergehen zu verzichten.
Die Bekanntgabe des südkoreanischen WM-Kaders steht für den 16. Mai an. Castrops mögliche Berufung würde dem Mittelfeld Erfahrung und körperliche Präsenz verleihen. Sein Fokus liegt nun darauf, diszipliniert zu bleiben, falls er den Sprung in den endgültigen Kader für den Sommerwettbewerb schafft.






