Lehrerin in NRW droht Ärger nach TV-Auftritten trotz Krankschreibung
Meinolf BarkholzVertretungslehrer soll in Kochshows aufgetreten sein - Lehrerin in NRW droht Ärger nach TV-Auftritten trotz Krankschreibung
Lehrkraft in Nordrhein-Westfalen droht disziplinarische Maßnahmen nach TV-Auftritten während langer Krankschreibung
Eine Lehrkraft in Nordrhein-Westfalen muss mit disziplinarischen Konsequenzen rechnen, nachdem sie während einer langfristigen Krankschreibung an zwei Fernseh-Kochshows teilgenommen hat. Der Fall hat Kritik von Politikern ausgelöst, die strengere Kontrollen für langzeiterkrankte Beschäftigte fordern.
Die betroffene Lehrkraft, deren Name nicht bekannt gegeben wurde, war fast ein Jahr krankgeschrieben. Dennoch trat sie in zwei Kochsendungen auf – was Zweifel an ihrer Arbeitsunfähigkeit aufkommen ließ. Nach Prüfung der Sachlage bestätigte die Bezirksregierung Köln, dass ausreichende Anhaltspunkte für die Einleitung eines Disziplinarverfahrens vorlägen.
Unterdessen zeigen Zahlen des Bildungsministeriums, dass derzeit 1.388 Beschäftigte länger als sechs Monate krankgeschrieben sind. Davon wurde jedoch nur bei 55 Prozent eine amtliche ärztliche Untersuchung durchgeführt, um den Gesundheitszustand zu überprüfen.
Franziska Müller-Rech von der FDP übt scharfe Kritik am bestehenden System. Sie fordert ein effizienteres Verfahren, um zu prüfen, ob langzeiterkrankte Mitarbeiter tatsächlich arbeitsunfähig sind.
Nach Abschluss der Ermittlungen droht der Lehrkraft nun ein formelles Disziplinarverfahren. Der Fall wirft zudem grundsätzliche Fragen zur Überwachung langfristiger Krankschreibungen im Bildungssektor auf. Behörden könnten nun die Verfahren zur Prüfung langzeiterkrankter Mitarbeiter überarbeiten.






