Martinsumzüge 2024: Tradition bleibt trotz Sicherheitsdebatten erhalten
Gaby WernerMartinsumzüge 2024: Tradition bleibt trotz Sicherheitsdebatten erhalten
Martinsumzüge in der Region finden auch dieses Jahr statt – nach Debatten über Sicherheit und rechtliche Verantwortlichkeiten
Nach Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und der rechtlichen Zuständigkeiten werden die traditionellen Martinsumzüge in der Region in diesem Jahr wie gewohnt stattfinden. Lokale Behörden und die Freiwillige Feuerwehr haben sich nun auf eine Lösung geeinigt, die die Fortführung des Brauchs ermöglicht. Die Vereinbarung sorgt dafür, dass die Vorschriften eingehalten werden, während gleichzeitig die Veranstalter unterstützt werden.
Die Diskussion war entbrannt, als Fragen zur Rolle der Feuerwehr bei der Absicherung der Umzüge aufkamen. Nach dem Brandschutzgesetz Nordrhein-Westfalens (BHKG NRW) sind Feuerwehrleute gesetzlich nicht verpflichtet, bei solchen Veranstaltungen mitzuwirken. Ihre Aufgaben beschränken sich ausschließlich auf den Brandschutz – nicht auf Verkehrsregelung oder allgemeine Sicherheitsaufgaben.
Die Polizei bleibt weiterhin für die Sicherheit der Umzüge verantwortlich, einschließlich der Führung des Zuges. Das Ordnungsamt hat sich zudem freiwillig bereit erklärt, die abschließenden Sicherheitskontrollen am Ende der Route zu übernehmen. Die Verwaltung betonte unterdessen ihr Engagement, die Tradition zu bewahren.
Feuerwehrangehörige dürfen zwar weiterhin – auch in Uniform – am Umzug teilnehmen, ihre Anwesenheit zählt jedoch nicht als Erfüllung der gesetzlichen Pflichten der Veranstalter. Die ausrichtenden Vereine müssen bestimmte Auflagen erfüllen, etwa genug Ordner in Warnwesten bereitzustellen und für eine ausreichende Beleuchtung zu sorgen. Bürgermeisterin Sabine Anemüller wies Vorwürfe zurück, die Stadt oder die Feuerwehr hätten die Umzüge gefährdet, und bestätigte, dass ein tragfähiger Kompromiss gefunden wurde.
Die gefundene Lösung ermöglicht die Durchführung der Martinsumzüge, ohne rechtliche Grenzen zu überschreiten. Die Veranstalter stützen sich für die Sicherheit auf die Unterstützung von Polizei und Ordnungsamt, während die Feuerwehr informell teilnehmen kann. Die Regelung stellt sicher, dass der Brauch erhalten bleibt – und zwar im Einklang mit den geltenden Vorschriften.






