Massive Proteste gegen Rüstungsindustrie eskalieren in Köln und Bonn
Joseph HölzenbecherMassive Proteste gegen Rüstungsindustrie eskalieren in Köln und Bonn
In dieser Woche haben in Köln und Bonn eine Reihe von Protesten gegen die Rüstungsindustrie stattgefunden. Demonstranten richteten sich gegen mehrere Standorte, darunter ein großes Rüstungsunternehmen und ein Parteibüro. Die Polizei griff ein, um Blockaden und Besetzungen im Rahmen der antimilitaristischen Aktionen zu räumen.
Am 29. August löste die Kölner Polizei eine Blockade von über 200 vermummten Protestierenden auf, die den Zugang zur Deutz AG in der Dillenburger Straße im Stadtteil Kalk versperrt hatten. Die Straßensperre wurde später vollständig geräumt, und es fanden Personenkontrollen statt. Drei Demonstranten leisteten Widerstand gegen die Räumung, wurden vorläufig festgenommen und später wieder freigelassen.
Bereits am selben Morgen hatten sich etwa 20 Personen Zugang zu den örtlichen SPD-Parteibüros in der Magnusstraße verschafft und weigerten sich zu gehen. Die Polizei beendete daraufhin die Besetzung. Daraufhin wurde Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet.
In Bonn-Beuel versammelten sich vor dem Rheinmetall-Standort an der Pützchens Chaussee laut Unternehmensangaben etwa 30 bis 40 teilweise vermummte Personen. Die Proteste finden vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatten über die Rüstungsproduktion in der Region statt.
Die Aktionen sind Teil der seit Beginn der Woche in Köln stattfindenden antimilitaristischen Demonstrationen. Die Behörden reagierten mit der Räumung von Blockaden und der Erfassung der Beteiligten. Die Proteste spiegeln die Spannungen wider, die mit der Rüstungsindustrie in Deutschland verbunden sind.
