Microsoft baut Hyperscale-Rechenzentrum in Bergheim – Start noch 2024
Microsoft plant den Bau eines großen Hyperscale-Rechenzentrums im nördlichen Teil von Bergheim. Das Projekt markiert einen bedeutenden Schritt im Wandel der Region – weg von der Kohle, hin zu künstlichen-intelligenz-gestützten Industrien. Lokale Politiker und Umweltschützer haben bereits deutliche Positionen zu den Auswirkungen bezogen.
Der genehmigte Bebauungsplan ebnet den Weg für das ehrgeizige Vorhaben. Microsoft hat den ersten Bauantrag eingereicht, der Start der Bauarbeiten ist für diesen Sommer vorgesehen. Bergheims Bürgermeister Volker Mießeler bezeichnete das Projekt als „Game-Changer“ für den Strukturwandel der Region.
Ein zweiter Standort in der nahegelegenen Stadt Bedburg wird ebenfalls geprüft. Allerdings gibt es Kritik daran, dass statt ehemaliger Industrieflächen Ackerland genutzt werden soll. Die Umweltorganisation BUND hat sich deutlich gegen diese Entscheidung ausgesprochen.
Die öffentliche Opposition ist groß. Eine Petition mit 79.000 Unterschriften gegen das Projekt wurde überreicht, doch Microsoft hat darauf nicht reagiert. Unterdessen hat die Partei Bündnis 90/Die Grünen Bedenken hinsichtlich des Wohnraums geäußert. Sie warnen, dass der Zuzug von Fachkräften die lokalen Immobilienpreise in die Höhe treiben könnte.
Mit dem Baubeginn des Rechenzentrums wird in den kommenden Monaten gerechnet. Das Projekt gilt als wichtiger Meilenstein für Bergheims wirtschaftlichen Wandel. Es wird voraussichtlich neue Arbeitsplätze schaffen, aber auch neue Herausforderungen in den Bereichen Wohnraum und Flächennutzung mit sich bringen.
