Mietpreise in NRW steigen nur noch minimal – Düsseldorf bleibt Ausnahme
Joseph HölzenbecherMietenanstieg in NRW verliert an Dynamik - Mietpreise in NRW steigen nur noch minimal – Düsseldorf bleibt Ausnahme
Mietpreisanstieg in Nordrhein-Westfalen bremst sich stark ein – schwächstes Wachstum seit fast zwei Jahren
Zwischen Juli und September stiegen die Angebotsmieten in Nordrhein-Westfalen nur noch um 0,7 Prozent – nach 0,9 Prozent im Vorquartal. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass viele Mieter die höheren Kosten entweder nicht mehr tragen können oder schlicht nicht bereit sind, sie zu akzeptieren.
Der aktuelle Greix-Mietindex, der die Entwicklung in 37 deutschen Städten und Regionen erfasst, bestätigt den deutlichen Rückgang. Im Vergleich zum dritten Quartal 2023 kletterten die Mieten in Nordrhein-Westfalen lediglich um 4 Prozent – der geringste Jahresanstieg seit Ende 2021. Unter Berücksichtigung der Inflation fällt der Zuwachs sogar noch geringer aus.
In den meisten Großstädten der Region blieb die Entwicklung verhalten, mit einer Ausnahme: Düsseldorf. Hier stiegen die Mieten um 0,7 Prozent – der zweitstärkste Anstieg unter den acht größten Städten Deutschlands. Dennoch liegen die Mieten in Düsseldorf und der gesamten Region weiterhin unter denen anderer großer Ballungsräume.
Mit durchschnittlichen Kaltmieten von 15,21 Euro (Köln) und 14,40 Euro (Düsseldorf) bleiben beide Städte die teuersten in Nordrhein-Westfalen. Am anderen Ende der Skala punkten Gelsenkirchen (7,42 Euro) und Duisburg (8,21 Euro) mit besonders niedrigen Preisen.
Die Daten zeigen: Der Mietmarkt in Nordrhein-Westfalen kühlt spürbar ab. Bei minimalem inflationsbereinigtem Wachstum und wachsendem Widerstand der Mieter sind weitere starke Preissprünge unwahrscheinlich. Vorerst bleiben die Mieten in der Region damit günstiger als in vielen anderen Teilen Deutschlands.






