Mönchengladbach revolutioniert Jugendförderung mit partizipativem Zukunftsplan
Joseph HölzenbecherMönchengladbach revolutioniert Jugendförderung mit partizipativem Zukunftsplan
Mönchengladbach startet neuen Förderplan für Kinder und Jugendliche – flexibel, partizipativ und zukunftsorientiert
Mönchengladbach hat einen neuen Förderplan für Kinder und Jugendliche auf den Weg gebracht, der die Unterstützung junger Menschen grundlegend reformieren soll. Vorgestellt wurde die Initiative in der Jugendwerkstatt Kuhle 8, einem Projekt, das bereits für seine erfolgreiche Arbeit mit jungen Nachwuchskräften bekannt ist. Anders als klassische Förderprogramme setzt der Plan nicht auf starre Budgetvorgaben, sondern ist als dynamisches Modell angelegt, das sich kontinuierlich weiterentwickelt.
Entstanden ist der Förderplan in enger Zusammenarbeit zwischen lokalen Partnern, Jugendlichen selbst und Trägern der Jugendhilfe. Sein flexibler Aufbau ermöglicht es, Mittel bedarfsgerecht einzusetzen – statt an starre Finanzrahmen gebunden zu sein. Zu den zentralen Zielen gehören die Förderung sozialer Teilhabe, die Stärkung der digitalen Kompetenzen sowie die Verbesserung der MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der besseren Vernetzung von Schulen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Eine der größten Herausforderungen in Mönchengladbach bleibt der Übergang von der Schule in den Beruf – insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund. Die im Rahmen des Plans geförderten Projekte sollen diese Lücken schließen, indem sie junge Menschen aktiv in Entscheidungsprozesse einbinden.
Bis 2030 wollen die Verantwortlichen messbare Fortschritte in der gesamten Stadt erreichen. Die Vision orientiert sich am afrikanischen Sprichwort "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen" und betont die gemeinsame Verantwortung der Gemeinschaft für die Entwicklung junger Menschen. Die einzelnen Maßnahmen werden sich an übergeordneten Themen wie Partizipation und lebenspraktischen Fähigkeiten ausrichten.
Der Förderplan setzt klare Ziele in den Bereichen Bildung, Berufseinstieg und sozialer Zusammenhalt. Sein Erfolg hängt maßgeblich davon ab, dass Jugendliche und lokale Akteure kontinuierlich mitgestalten. Gelingt das Vorhaben, könnte das Modell bis 2030 die Art und Weise, wie Mönchengladbach seine nächste Generation unterstützt, nachhaltig verändern.






