Münster kämpft mit Vonovia und Vivawest gegen Wohnungsnot und Obdachlosigkeit
Meinolf BarkholzMünster kämpft mit Vonovia und Vivawest gegen Wohnungsnot und Obdachlosigkeit
Münster verstärkt Maßnahmen gegen Wohnungslosigkeit durch engere Zusammenarbeit mit Vonovia und Vivawest
Die Stadt Münster geht entschlossener gegen Wohnungslosigkeit vor, indem sie enger mit den Wohnungsunternehmen Vonovia und Vivawest zusammenarbeitet. Durch die Partnerschaft erhalten gefährdete Mieterinnen und Mieter Unterstützung, bevor sie ihre Wohnung verlieren. Seit 2020 konnte die Initiative der Stadt bereits 643 Haushalten helfen, eine Zwangsräumung abzuwenden oder eine stabile Wohnsituation zu finden.
Im Fokus des Programms stehen Menschen, denen eine Räumung droht, sowie Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht in kommunalen Notunterkünften unterkommen können. Vonovia und Vivawest halten seit 2023 speziell für diesen Zweck einen Block mit neun Wohnungen bereit. Diese werden der Stadt zur Verfügung gestellt, die prüft, ob die Antragstellenden die Voraussetzungen für einen langfristigen Mietvertrag erfüllen.
Eine zentrale Rolle nimmt dabei das Amt für Wohnungsicherheit ein: Es bewertet, ob Betroffene die Miete und Heizkosten gemäß den Richtlinien des Sozialrechts tragen können. Frühzeitige Beratung zeigt Wirkung – 45 Prozent der Haushalte konnten nach einer Unterstützung in ihrer bisherigen Wohnung bleiben. Die Finanzierung des Programms erfolgt aus EU- und Landesmitteln.
Kostenlose Beratungen stehen allen offen, die von Wohnungsnot betroffen sind. Die unter dem Namen „Endlich ein Zuhause!“ laufende Initiative vermittelt Menschen in Krisensituationen passenden Wohnraum und sorgt dafür, dass die Kosten tragbar bleiben.
Durch diese Kooperation will Münster Wohnungslosigkeit vorbeugen, indem stabile Wohnlösungen geschaffen werden, bevor es zu Räumungen kommt. Die reservierten Wohnungen und die finanzielle Unterstützung garantieren, dass gefährdete Haushalte Zugang zu bezahlbarem und sicheren Wohnraum erhalten. Die Stadt baut das Programm kontinuierlich aus, um noch mehr Bedürftige zu erreichen.
