09 May 2026, 16:28

Münster sucht nach Lösungen gegen Leerstand in der Innenstadt

Eine städtische Straßenecke mit einem geparkten Bus, Gebäuden, Bäumen, Laternen, Verkehrsampeln, Schildern und einem Kaufhaus, das Puppen in Kleidern zeigt.

Münster sucht nach Lösungen gegen Leerstand in der Innenstadt

Kürzliche Veranstaltung in Münster: Unternehmen und Politiker suchen Lösungen für Leerstand in der Innenstadt

Eine aktuelle Veranstaltung in Münster brachte Unternehmensvertreter und lokale Politiker zusammen, um die wachsende Problematik leerstehender Geschäfte in der Innenstadt anzugehen. Die von der Aktionsgemeinschaft Münster (AGM) organisierte Zusammenkunft konzentrierte sich auf Strategien zur Belebung des Viertels – und das bei knappen Haushaltsmitteln. Diskutiert wurden unter anderem Vorschläge für Fußgängerzonen und finanzielle Unterstützung für neue Einzelhändler.

Die AGM-Veranstaltung unter dem Titel „Wirtschaft trifft Politik“ rückte die alarmierende Leerstandssituation entlang der Wilhelm-Bockelmann-Straße in den Fokus. Wernhard Helms präsentierte eine Fotostrecke mit Reihen verwaister Schaufenster und betonte die dringende Notwendigkeit, mehr Passanten in das Gebiet zu locken. Die SPD-Fraktion schlug unterdessen vor, einen Abschnitt der Straße für den Autoverkehr zu sperren, um durch eine Fußgängerzone lokale Cafés und Restaurants zu stärken.

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Maria Plaschka, Vorsitzende der AGM, erkannte zwar die Schwere der Lage an, sah in der Veranstaltung aber auch einen wertvollen Impuls. Sie hob hervor, dass der Austausch zwischen Wirtschaft und Politik neu belebt worden sei. Gleichzeitig kritisierte sie den SPD-Vorschlag als unausgereift und monierte, dass wichtige Akteure nicht einbezogen worden seien.

Unternehmensvertreter lehnten die Idee einer Fußgängerzone umgehend ab – mit der Begründung, sie werde keine zusätzlichen Kunden anziehen. Daraufhin kündigte Marco Tews von der SPD-Fraktion an, den Plan zurückzuziehen, und betonte, dieser sei nie als Gegenposition zu den lokalen Händlern gedacht gewesen. Stattdessen brachte die AGM einen neuen Vorschlag ein: einen Förderfonds, der neu ansiedelnden Einzelhändlern für einige Monate die Mietkosten erstatten soll.

Die Veranstaltung endete zwar ohne sofortige Lösung, eröffnete aber neue Wege der Zusammenarbeit. Der von der AGM vorgeschlagene Mietkostenzuschuss bleibt weiterhin im Gespräch, während die SPD-Idee einer Fußgängerzone vorerst vom Tisch ist. Beide Seiten waren sich einig, dass weiterer Dialog entscheidend sein wird, um den Niedergang der Innenstadt aufzuhalten.

Quelle