Neuer Atommüll-Transport erreicht Ahaus unter strengen Sicherheitsvorkehrungen
Gaby WernerNeuer Atommüll-Transport erreicht Ahaus unter strengen Sicherheitsvorkehrungen
In den frühen Morgenstunden des Mittwochs traf eine neue Lieferung atomarer Abfälle in Ahaus ein. Die Ankunft war der jüngste Transport in einer Reihe von Lieferungen, die immer wieder Proteste und strenge Sicherheitsvorkehrungen ausgelöst haben. Die Behörden bestätigten, dass es während der 170 Kilometer langen Fahrt vom Forschungszentrum Jülich keine Zwischenfälle gegeben habe.
Der Konvoi verließ Jülich gegen 10 Uhr, begleitet von Strahlenschutzteams, Anti-Drohnen-Einheiten und Spezialkräften. Rund 2.400 Beamte waren entlang der Strecke im Einsatz, um die Sicherheit zu gewährleisten. Demonstranten versammelten sich, um gegen den Transport zu protestieren – ähnlich wie bei früheren Lieferungen in den vergangenen Jahren.
Die Abfälle wurden in das Zwischenlager gebracht, das etwa zwei Kilometer von Ahaus entfernt liegt. Vor fast 28 Jahren traf hier erstmals eine größere Lieferung atomarer Abfälle ein. Die Landesbehörden planen nun, bis zu drei Castor-Transporter gleichzeitig einzusetzen; es werden noch etwa 50 bis 150 weitere Transporte erwartet.
Die Kritik nimmt zu, insbesondere von Seiten der Opposition. Alexander Vogt von der SPD erklärte, die Transporte hätten mit besserer Planung vermieden werden können. Trotz der Kontroversen verlief der Einsatz am Mittwoch ohne Störungen.
Der jüngste Transport ist Teil einer langjährigen Serie von Atommüll-Transporten in der Region. Die Sicherheitsmaßnahmen blieben hoch, und während der Fahrt wurden keine Probleme gemeldet. Künftige Lieferungen werden unter ähnlichen Vorkehrungen stattfinden, während das Land seinen geplanten Zeitplan abarbeitet.






