07 June 2026, 06:28

Niederrhein-Industrie startet 2026 mit historischen Umsatzeinbrüchen in die Krise

IHK-Analyse        Zukunft als Industriestandort

Niederrhein-Industrie startet 2026 mit historischen Umsatzeinbrüchen in die Krise

Industrieunternehmen am Niederrhein starten mit schweren Rückschlägen ins Jahr 2026

Die Industrie im zentralen Niederrhein-Gebiet hat einen schwierigen Jahresbeginn 2026 erlebt. Im ersten Quartal brachen die Umsätze stark ein: Die Gesamteinnahmen sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,9 Prozent – ein deutlich stärkerer Rückgang als der Landesdurchschnitt von 3,1 Prozent.

Besonders hart traf es den Außenhandel: Exportierende Unternehmen verzeichneten einen Umsatzrückgang von 11,0 Prozent. Auch die Binnennachfrage schwächte sich ab, mit einem Minus von 8,4 Prozent in der gesamten Region. Im Kreis Viersen kämpften die heimischen Betriebe mit ähnlichen Problemen: Die Inlandsumsätze gingen um 8,5 Prozent zurück, die Gesamtumsätze um 5,0 Prozent.

Schlüsselbranchen besonders betroffen Die chemische Industrie verbuchte ein Umsatzminus von 17,0 Prozent, während der Maschinenbau sogar 20,8 Prozent einbüßte. Die Lebensmittel- und Getränkehersteller mussten einen Rückgang von 11,9 Prozent hinnehmen. Einziger Lichtblick war die Metallverarbeitung, die ein leichtes Umsatzplus von 1,0 Prozent erzielte.

IHK-Chef fordert mehr Wettbewerbsfähigkeit Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), betonte die Dringlichkeit, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken. Besonders wichtig sei der Ausbau von Kompetenzen in Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Quantencomputing, Mikroelektronik und Robotik. Steinmetz begrüßte zudem aktuelle Regierungsinitiativen, darunter die Hochtechnologie-Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die die industrielle Basis stärken soll.

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Technologie und Innovation als Schlüssel zur Erholung Die Industrie am Niederrhein steht 2026 vor großen Herausforderungen. Fast alle Branchen melden sinkende Umsätze – nur die Metallverarbeitung verzeichnet leichte Zuwächse. Nun kommt es darauf an, durch technologischen Fortschritt und Innovation die Wettbewerbsfähigkeit der Region zurückzugewinnen.

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