15 May 2026, 06:29

NRW verschärft Maßnahmen gegen Afrikanische Schweinepest nach Infektionsanstieg

Plakat mit der Aufschrift "Der Landkreis Wiltshire, das Tierseuchengesetz von 1878" informiert über Schweinepest-Infektionen.

NRW verschärft Maßnahmen gegen Afrikanische Schweinepest nach Infektionsanstieg

Nordrhein-Westfalen verschärft Kampf gegen Afrikanische Schweinepest

Nach einem Anstieg infizierter Wildschweine geht Nordrhein-Westfalen mit strengeren Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) vor. In den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein wurden bisher rund 170 Fälle registriert. Als Reaktion erweitern die Behörden nun die eingezäunten Sperrzonen und verstärken die Überwachung, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Das aktuelle Kernsperrgebiet umfasst etwa 143.000 Hektar und ist mit rund 114 Kilometern Zaun abgesichert. Dennoch zwingen neue Infektionen in der Nähe von Heinsberg die Behörden, die Barriere um weitere 25 Kilometer zu verlängern. Quarantänezonen bleiben bestehen, wobei ein verstärkter Schutzzaun als erste Verteidigungslinie dient.

Um infizierte Tiere aufzuspüren und zu beseitigen, durchsuchen Drohnen und Suchtrupps sowohl die eingezäunten als auch die angrenzenden Gebiete nach Wildschweinkadavern. Gleichzeitig sollen gezielte Bejagungen den Bestandsdruck in der Kernzone verringern. Das Land hat zudem eine finanzielle Regelung eingeführt, die sicherstellt, dass Kommunen ihre ASP-bedingten Ausgaben aus Landesmitteln erstattet bekommen.

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Eine weitere Ausweitung des Kerngebiets wird geprüft, während die Behörden daran arbeiten, eine Ausbreitung der Seuche über die aktuellen Grenzen hinaus zu verhindern. Zu den Maßnahmen gehören der Ausbau der Zäune, gezielte Bejagungen und finanzielle Unterstützung für die Eindämmung. Mit fast 200 nachgewiesenen Infektionen bei Wildschweinen passen die Verantwortlichen ihre Strategie kontinuierlich an. Das Ziel bleibt, die Auswirkungen des Ausbruchs auf Wildtiere und die lokale Landwirtschaft so gering wie möglich zu halten.

Quelle