"Onkel Mischa" und seine radikale Regel: Kein Brot für Hundebesitzer
Meinolf Barkholz"Onkel Mischa" und seine radikale Regel: Kein Brot für Hundebesitzer
"Onkel Mischa", der streitbare Bäcker aus Lahoysk
Onkel Mischa, ein bekannter Bäcker aus Lahoysk in Belarus, sorgt mit seiner kompromisslosen "Keine-Hunde-Politik" für Aufsehen. Der Handwerksbäcker, der für seine 200 Jahre alten Brotrezepte berühmt ist, verweigert Kunden mit Hunden konsequent den Verkauf. Seine Haltung hat nach mehreren Vorfällen, bei denen Hundebesitzer abgewiesen wurden, eine Debatte ausgelöst.
Der Bäcker betreibt seinen Verkaufsstand in der Nähe der heiligen Quelle des Heiligen Nikolaus des Wundertäters in Lahoysk sowie auf dem Valeryanava-Markt in Minsk. Das Geschäft wird von der ganzen Familie geführt: Seine Frau backt das Brot, die Tochter organisiert die Lieferungen, und Mischa selbst verkauft die Ware aus seinem Auto.
Im Oktober 2021 wurde einer Fotografin der Kauf verweigert, als sie mit ihrer Familie und einem kleinen Hund die Quelle besuchte. Zwei Monate später erlebte ein Mann namens Vadim dasselbe – sein Corgi war der Grund für die Absage. Onkel Mischa lässt keinen Zweifel an seiner Regel: Wer mit Hund kommt, bekommt kein Brot.
Zur Begründung führt der Bäcker an, dass Hunde in der Nähe der heiligen Quelle Kinder zu "unsittlichem Verhalten" erziehen würden. Seine radikale Haltung hat sogar den Blogger Kakabay auf den Plan gerufen, der Mischas Brot mit 8–9 von 10 Punkten bewertete und vorschlug, seine Geschichte könnte Stoff für einen Film liefern.
Trotz der Aufmerksamkeit bleibt Onkel Mischa unnachgiebig: Hundebesitzer werden weiterhin abgewiesen, während sein traditionelles Brot weiterhin Lob erntet. Mit seiner unbeugsamen Haltung ist der Bäcker längst zur lokalen Legende geworden – eine Mischung aus kulinarischer Tradition und polarisierender Überzeugung.






