RWE verwandelt ehemalige Tagebaue in riesige Solarparks mit 500 Megawatt Ökostrom
Joseph HölzenbecherRWE verwandelt ehemalige Tagebaue in riesige Solarparks mit 500 Megawatt Ökostrom
RWE treibt Pläne voran, aus ehemaligen Bergbauflächen im rheinischen Revier einen großen Standort für erneuerbare Energien zu machen. Das Unternehmen will mindestens 500 Megawatt neue Solar- und Windkraftkapazitäten aufbauen – mit einem besonderen Fokus auf Standorte in der Nähe von Autobahnen, um Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und die öffentliche Akzeptanz zu erhöhen.
Ein zentraler Bestandteil der Expansion ist der Bau von Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 68,5 Megawatt auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaus Garzweiler. Die Anlagen entstehen östlich und westlich der A44n zwischen Bedburg und Jüchen und sollen noch in diesem Jahr ans Netz gehen.
Die neuen Solarprojekte nutzen rekultivierte Flächen und greifen auf die bestehende Netzinfrastruktur des Tagebaus zurück. Dies beschleunigt die Umsetzung und senkt die Kosten. RWE betreibt in der Region bereits sieben Solaranlagen, von denen vier über Batteriespeicher verfügen.
Neben klassischen Freiflächenanlagen erprobt das Unternehmen auch Agri-Photovoltaik. Eine Demonstrationsanlage in der Region untersucht, wie sich Landwirtschaft und Stromerzeugung durch Solaranlagen kombinieren lassen.
Die Initiative soll ehemalige Bergbaugebiete für die saubere Energieerzeugung nutzen. Durch die Nutzung vorhandener Flächen und Infrastruktur will RWE den Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigen. Die ersten neuen Solaranlagen sollen noch vor 2025 Strom ins Netz einspeisen.
