16 April 2026, 14:37

RWTH Aachen revolutioniert Batterierecycling mit über 80 Prozent recycelten Materialien

Blaues Recyclingzentrum mit einem "Recyclingzentrum"-Schild in der Mitte, einem Gestell mit Gegenständen links, einem einzelnen Gegenstand auf dem Boden rechts und Hintergrundbeleuchtung an einer Wand.

RWTH Aachen revolutioniert Batterierecycling mit über 80 Prozent recycelten Materialien

Ein neues Projekt unter der Leitung der RWTH Aachen will die Batterierecycling-Branche revolutionieren. Die Initiative Kreislauf.IN.NRW strebt an, Batteriezellen mit mehr als 80 Prozent recycelten Materialien herzustellen – ein Ziel, das bisher noch nicht erreicht wurde. Gefördert wird das Vorhaben vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Forschungsgruppe PEM der RWTH Aachen entwickelt ein geschlossenes Kreislaufsystem für das Recycling von Batteriezellen. Dazu gehören die Optimierung von Lieferantennetzwerken und Verarbeitungstechniken entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette. Industrielle Partner wie NEUMAN & ESSER, Accurec Recycling, Iondrive EU und Constantia Patz bringen ihr Fachwissen in das Projekt ein.

Das Vorhaben steht im Einklang mit der EU-Batterieverordnung, die Mindestrecyclingquoten für Kathodenaktivmaterialien vorschreibt. Dennoch bleiben Herausforderungen – insbesondere beim recycelten Graphit für Anoden. Seine degradierte Struktur und höhere Verunreinigungen machen eine Wiederverwendung technisch und wirtschaftlich schwierig.

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Ein weiteres zentrales Ziel ist die Schaffung einer skalierbaren Prozesskette für das Recycling von Batteriekomponenten. Bisher wurden recycelbare Materialien aus Lithium-Ionen-Zellen noch nicht gemeinsam in neuen Batterien getestet. Das Team will diese Hürde überwinden, indem es jeden Schritt des Recyclingprozesses verfeinert.

Bei Erfolg könnte das Projekt einen neuen Standard für die nachhaltige Batterieproduktion setzen. Der Prozess würde nicht nur helfen, die EU-Recyclingziele zu erreichen, sondern auch die Abhängigkeit von Rohstoffen verringern. Die Ergebnisse könnten zudem künftige Vorschriften und Branchenpraktiken in der Batterieherstellung prägen.

Quelle