SkF erhält 10.000 Euro von Kritz-Stiftung für bessere Betreuungsangebote
Joseph HölzenbecherSkF erhält 10.000 Euro von Kritz-Stiftung für bessere Betreuungsangebote
Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) hat eine Spende in Höhe von 10.000 Euro von der Kritz-Stiftung erhalten. Die Mittel sollen die Arbeit des Vereins unterstützen, der derzeit rund 200 rechtliche Betreuungen begleitet. Die Übergabe erfolgte durch die katholische Pfarrgemeinde St. Josef und Martin, in Anwesenheit des Ersten Bürgermeisterstellvertreters Christian Benzrath.
Die Kritz-Stiftung ging aus dem Nachlass von Maria Kritz hervor, die 1992 im Alter von 96 Jahren verstarb. Ziel der Spende ist es, dem SkF zu ermöglichen, den anvertrauten Menschen nicht nur verwaltungstechnisch, sondern mit besserer individueller Unterstützung zur Seite zu stehen. Stephanie Krone, eine Leiterin des SkF, betonte, dass das aktuelle Betreuungssystem die persönlichen Bedürfnisse der Betroffenen oft nicht ausreichend berücksichtige.
Der SkF erhält für jede Betreuung feste monatliche Pauschalen, die sich nach Dauer, Lebenssituation und finanzieller Lage der betreuten Person richten. Doch diese Sätze wurden seit 2019 nicht mehr angepasst – obwohl die Personalkosten und Sachausgaben um 20 Prozent gestiegen sind. Da vor der geplanten Reform 2026 keine Entlastung in Sicht ist, hat sich die Arbeitsbelastung pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter deutlich erhöht.
Bei der Spendenübergabe dankte Christian Benzrath der Kirche und dem SkF für ihr Engagement zugunsten bedürftiger Menschen. Die Mittel sollen helfen, die Angebote für schutzbedürftige Personen zu verbessern. Dennoch bleibt der SkF unter finanziellen Druck, da die Kosten steigen, die Förderung aber stagniert. Die Reform 2026 könnte dringend notwendige Anpassungen des Systems bringen.
