Solinger SPD will Kirchengemeinden bei Gebäudenutzung stärker unterstützen
Joseph HölzenbecherSolinger SPD will Kirchengemeinden bei Gebäudenutzung stärker unterstützen
Solinger SPD drängt auf stärkere städtische Unterstützung für Kirchengemeinden bei Umnutzung von Gebäuden
Die SPD in Solingen setzt sich für eine stärkere kommunale Förderung von Kirchengemeinden ein, die nicht mehr genutzte Gebäude umwidmen möchten. Ihr Vorschlag umfasst eine neue Koordinationsstelle im Rathaus sowie eine Arbeitsgruppe, um das Verfahren zu beschleunigen. Der Vorstoß erfolgt zu einer Zeit, in der viele evangelische und katholische Gemeinden nach Wegen suchen, ihre Immobilien neuen Zwecken zuzuführen.
Eine aktuelle Ausstellung in der Lutherkirche mit dem Titel „Kirchen als vierte Orte“ zeigt kreative Möglichkeiten auf, wie ehemalige Kirchengebäude neu genutzt werden können. Gleichzeitig betonte SPD-Fraktionschef Ernst Lauterjung, dass Bauvorschriften und Denkmalschutz oft erhebliche Hürden für solche Projekte darstellen.
In ihrem Antrag fordert die SPD eine zentrale Anlaufstelle innerhalb der Stadtverwaltung, die Gemeinden durch rechtliche und praktische Herausforderungen begleitet. Zwar könne die Partei keine finanzielle Unterstützung bieten, doch unterstreicht sie die Notwendigkeit konkreter Hilfestellung, um tragfähige Pläne schneller umzusetzen. Zudem soll der Vorschlag gemeinsame Leitlinien zwischen Rat, Verwaltung und Gemeinden etablieren, um unnötige Verzögerungen zu vermeiden.
Um eine breite Zusammenarbeit zu gewährleisten, strebt die SPD einen überparteilichen Ansatz an, der alle demokratischen Fraktionen im Rat einbezieht. Ziel ist es, bürokratische Abläufe zu vereinfachen und Gemeinden dabei zu unterstützen, ihre Umnutzungsprojekte effizienter voranzutreiben.
Falls der Plan angenommen wird, entstünde eine spezielle Stelle, die Kirchen bei regulatorischen und denkmalschutzrechtlichen Fragen berät. Die Initiative zielt darauf ab, stillgelegte Gebäude in funktionale Räume zu verwandeln, ohne ihren historischen Wert zu beeinträchtigen. Das Ergebnis könnte als Vorbild für ähnliche Projekte in ganz Solingen dienen.
