Stilles Gedenken in Bergisch Gladbach: Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff auf Israel
Joseph HölzenbecherStilles Gedenken in Bergisch Gladbach: Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff auf Israel
Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff auf Israel versammelte sich in Bergisch Gladbach eine kleine Gruppe, um der Opfer zu gedenken. Die Gedenkveranstaltungen am Dienstag umfassten eine morgendliche Mahnwache und eine Abendkundgebung – beide geprägt von stiller Erinnerung statt öffentlicher Aufmerksamkeit.
Um 6:56 Uhr trafen sich etwa zwölf Personen am Holocaust-Mahnmal im Villa-Zanders-Park. Schweigend gedachten sie der Opfer des Terrorangriffs der Hamas am 7. Oktober 2023. Die israelische Flagge, die ein Jahr zuvor am Rathaus gehisst worden war, fehlte diesmal.
Am Abend fand eine Kundgebung auf dem Konrad-Adenauer-Platz statt. Anders als bei früheren Veranstaltungen reagierte kein Passant, und es nahmen keine lokalen Amtsträger teil. Zwei Polizisten standen in der Nähe, um Störungen zu verhindern – bei früheren Mahnwachen war es zu verbalen Angriffen durch Zuschauer gekommen.
Seit zwei Jahren findet jeden Dienstag um 18 Uhr eine wöchentliche Mahnwache auf dem Trotzenburgplatz statt. Organisiert wird sie vom Verein, der die Städtepartnerschaft zwischen Ganey Tikva und Bergisch Gladbach sowie die Solidaritätspartnerschaft mit Nir Oz fördert. Üblicherweise nehmen etwa 40 Menschen teil. Die Vorsitzende Petra Hemming betonte, die Gruppe habe „keine politische Ausrichtung“ in Bezug auf die innere Politik Israels.
Die Gedenkveranstaltungen verliefen ohne Zwischenfälle, aber auch ohne breite öffentliche Beteiligung. Der Verein setzt die wöchentlichen Mahnwachen fort – im Mittelpunkt steht das Gedenken, nicht politische Aussagen. Lokale Nachrichten, darunter Berichte über solche Veranstaltungen, werden täglich im Morgennewsletter Der Tag in GL veröffentlicht.
